Lampertheim

Ehrung Sanitätshelferin Elke Höpfl feiert Dienstjubiläum / Viele Badegäste schließen sich Glückwünschen an

Seit 50 Jahren im Schwimmbad

Archivartikel

Lampertheim.Eine goldene 50 in Form von Helium-Ballons tanzte vor der Ambulanz am Eingang der Biedensand Bäder Lampertheim. Außerdem war ein Gabentisch mit Präsenten und Snacks vom Bäder-Team aufgebaut.

Manche Besucher des Freibades gingen schnurstracks auf die Sanitätshelferin Elke Höpfl zu, um ihr gemäß der Party-Deko zum 50. Dienstjubiläum zu gratulieren. Höpfl ist vielen Badegästen bekannt, sie zählt sozusagen zum Bäder-Inventar, weil sie während des Sommers bei schönem Wetter ihren Dienst schiebt und medizinische Fürsorge leistet.

Unzählige Bienenstiche

Zur Gratulation der 65 Jahre alten Sanitätshelferin kam auch auch Bäder-Chef sowie Erster Stadtrat Jens Klingler ließ es sich an seinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub nicht nehmen, der Jubilarin die Ehrenurkunde selbst zu überreichen. Er dankte der Sanitätshelferin für ihr großes Engagement. 50 Jahre Dienst im Schwimmbad sei eine Wahnsinns Leistung. Überhaupt sei der Schwimmbaddienst der beiden Sanitätshelfer Elke Höpfl und Helge Daub im Umfeld einzigartig.

Daub hilft seit rund 40 Jahren im Freibad und unterstützt Höpfl am Nachmittag. Die zuverlässigen Partner leisten bei zahlreichen kleinen und große Gästen Soforthilfe. So könne Höpfl die behandelten Bienenstiche und kleinen Wunden wohl nicht mehr zählen, vermutete Klingler. Elke Höpfl selbst war von der Ehrung überrascht und sichtlich erfreut. Damit die Überreichung der Urkunde einen feierlichen Rahmen erhält, hatte die Bäder-Mitarbeiterin Bärbel Kronauer Schlemmereien gebacken und eingekauft sowie originelle Geschenke besorgt.

„Alles was Elke Höpfl im Schwimmbad braucht“, erklärte Kronauer und lachte. Dazu zählten ein aufblasbarer Pool-Schwimmring als Überlebenshilfe, Kekse zum Knabbern und Kaffee zum Beleben. Während ihrer Sanitätszeit im Freibad hat Elke Höpfl schon verschiedene Generationen erlebt. „Manche habe ich früher schon als Kinder versorgt und heute kommen sie mit ihren Kindern in das Schwimmbad“, erklärte die Sanitätshelferin. Sie erinnerte sich: „Als ich vor 50 Jahren meinen Dienst antrat, war Marga Schäfer meine Ziehmutter. Schließlich war ich erst 15 Jahre alt. Die unterstützende Begleiterin hat mich angelernt. Sie war zehn Jahre lang Bereitschaftsleiterin bei der Ortsvereinigung des DRK Lampertheim.“ Auch Elke Höpfl übte zehn Jahre die Funktion der Bereitschaftsleiterin aus.

Angesichts ihres 50. Dienstjubiläums ließ Höpfl ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten Revue passieren: Seit ihrer Jugendzeit ist sie aktives Mitglied im DRK und absolvierte die Sanitätsausbildung. „Dazu bin ich durch meinen Beruf als Arzthelferin gekommen“, erläuterte Höpfl. Der Umgang mit Menschen und diesen zu helfen, mache ihr Spaß. Sie hat auch die Umzüge der Ortsvereinigung miterlebt.

Zuerst war das DRK in der Wilhelmstraße, hinter dem Polizeigebäude untergebracht, dann bezog die Ortsgruppe Räumlichkeiten im städtischen Bauhof, nachher ist sie in die Römerstraße umgezogen, und 1988 wurde das Technische Zentrum in der Florianstraße mit den Räumen für Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk seiner Bestimmung übergeben.

Hilfe für Senioren und Kinder

Im Laufe der Jahre wurde ihr Aufgabengebiet immer vielfältiger. Sie ist Ausbilderin des DRK für Erste-Hilfe-Maßnahmen, Übungsleiterin der Seniorengymnastik-Gruppe der Johannesgemeinde Neuschloß und seit fünf Jahren Leiterin des Jugendrotkreuzes. Auch bei verschiedenen Veranstaltungen ist die Sanitätshelferin vor Ort, um verletzte oder kranke Menschen zu versorgen.

Außerdem organisiert Elke Höpfl für die Ferienspielkinder ein Programm beim DRK. Auf spielerische Art und Weise lernen Mädchen und Jungen dabei einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie das Anlegen von Verbänden.

Ob die Ferienspielkinder oder die Mitglieder des Jugendrotkreuzes – Höpfl führt sie alle an die Wichtigkeit der Sofortmaßnahmen heran. Denn wer verletzten Menschen Erste Hilfe leiste, könne ihr Leben retten. Am Sanitätshäuschen heftet ein Plakat, das auf die nächste Blutspendeaktion aufmerksam macht: Sie findet am Freitag, 23. August, von 15 bis 20 Uhr, beim DRK im Technischen Zentrum Florianstraße statt.

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