Lampertheim

Mariä Verkündigung Nadine II. hält Hof im Alten- und Pflegeheim

Senioren bekommen königlichen Besuch

Lampertheim.Spargelcremesuppe, Spargelcocktail und Stangenspargel: Die Senioren des Alten- und Pflegeheimes Mariä Verkündigung feierten das Lampertheimer Edelgemüse. Die Tische im Speisesaal waren, der katholischen Einrichtung entsprechend, in den Farben Gelb-Weiß festlich geschmückt. Das Küchenteam um Chefkoch Wolfgang Tanzer und Koch Steffen Nedza hatte ein kulinarisches Vier-Gänge-Menü gezaubert.

Nach den weißen Spargelstangen mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln und Schnitzel verwöhnte die Küchenmannschaft die Bewohner mit Vanille-Eis auf Erdbeeren. „Das Spargelessen wird bei uns traditionell durchgeführt und vom Haus spendiert“, erklärte Heimleiterin Heide Neumann: „Dass aber eine Spargelkönigin teilnimmt, das ist erstmalig“, freute sich Neumann auf den königlichen Besuch. Nadine II. hatte ihr Kommen mit Partner Yasar Honneth zugesagt.

„130 Portionen wurden bestellt. Bewohner, die nicht in den Speisesaal kommen können, wird das Essen im Zimmer serviert“, ergänzte die Heimleiterin. Außerdem hatten sich einige Angehörigen zum Spargelessen angemeldet. Um das erlesene Menü zuzubereiten und auszuteilen, waren drei Köche, vier Bedienungen und zehn Helfer im Einsatz. Um einigen Senioren beim Essen zu helfen, waren zusätzliche Betreuungskräfte vor Ort. Welcher Genießer sein Spargelgericht abrunden wollte, bekam ein Gläschen leichten Riesling eingeschenkt.

Amtszeit endet am Wochenende

Nadine II. kündigte das Ende ihrer Amtszeit Ende der Woche, mit Beginn des Spargelfestes, an. Botschafterin des Edelgemüses zu sein, sei eine ehrenamtliche Aufgabe, für die sie viel unterwegs gewesen sei, beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin. Seitens der Stadt gebe es Pflichttermine, aber eine Spargelkönigin könne sich auch freie Termine setzen. Von ihren Zuhörern wollte Nadine II. wissen: „Warum ist der Lampertheimer Bleichspargel so gut?“ Weil das Anbaugebiet lockeren Sandboden habe, gab sie auch gleich die Antwort. Durch den leichten Boden wachse der Trieb des Wurzelstockes schnell und gerade nach oben, zur Dammkrone. Der Grünspargel wachse dagegen oberirdisch.

Später, als Nadine II. ihre Autogrammkarten mit persönlichen Widmungen verteilte, entwickelte sich manch nettes Gespräch. Ein Senior erklärte, er habe als Lamberde Buh selbst Spargel gestochen. Er stellte Anbaumethoden von früher und heute gegenüber. roi

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