Lampertheim

Senioren Lukasgemeinde Einwöchige Freizeit im Süden Deutschlands

Senioren erleben den Bodensee

Archivartikel

Lampertheim.In vielen Liedern wird sie besungen: die Fischerin vom Bodensee. Getroffen haben sie die 38 Senioren während der einwöchigen Freizeit am Bodensee zwar nicht. Dafür hatten sie aber eine ereignisreiche Woche mit ihren Reisebetreuern Brigitte und Werner Hahl vom städtischen Seniorenwohnheim und Vikarin Jasmin Setny von der Lukasgemeinde.

Zunächst wollte das Wetter nicht mitspielen, davon ließ sich die Truppe bei einem spontanen Zwischenstopp am Kloster Birnau kurz vorm Ziel nicht entmutigen und wurde mit der Generalprobe eines am Abend stattfindenden Konzertes des Konstanzer Symphonieorchesters belohnt. Am nächsten Tag standen die Pfahlbauten bei Uhldingen auf dem Programm. Das archäologische Freilichtmuseum präsentiert Funde und Nachbauten von Pfahldörfern aus der Stein- und Bronzezeit. Zugang bekommt man über einen virtuellen Tauchgang, bei dem ein kurzer Film darüber Auskunft gibt, wie die Dörfer entstanden sind. Große Freude bereitete auch der Ausflug auf die Blumeninsel Mainau. Hier gab es für jeden Blumenliebhaber und Hobbygärtner alles, was das Herz begehrt. Über das Schmetterlingshaus zog es die Gruppe weiter zum Schloss Mainau.

Dass Salem zu den schönsten Kulturdenkmälern am Bodensee zählt – davon konnten sich alle am Mittwoch überzeugen lassen. Inmitten großzügiger Park- und Gartenanlagen liegt das ehemalige Zisterzienserkloster und heutige Schloss Salem. Die Reiseführerin erzählte, wie es 1802 in den Besitz der Markgrafen von Baden gelangte. Die Anfänge der Anlage liegen im Mittelalter, als 1134 der Ort Salmannsweiler dem Zisterzienserorden zur Klostererrichtung gestiftet wurde. Zum Mittagessen ging es zu einer traditionellen Fischbrötchenstube. Hier gab es von Bodenseefelchen über Matjes, bis hin zu Räucherlachs alles, was das Herz begehrt.

Am nächsten Tag begab sich die Gruppe auf eine Bodenseerundfahrt. Gestoppt wurde am Rheinfall, Europas größtem Wasserfall, bevor es weiter nach Stein am Rhein ging. Hier wurde eine Kaffeepause eingelegt, bevor es die Möglichkeit zu einer Stadtführung oder Freizeit gab. Mit der Fähre ging es von Friedrichshafen wieder zurück zum Hotel. Selbstverständlich konnte man einen Blick auf einen fliegenden Zeppelin erhaschen. Mit dem Stadtbähnchen wurde am Freitag die Insel Lindau erkundet und das Wetter genossen. Im Hafen befinden sich die Statue des Bayerischen Löwen und der steinerne Leuchtturm mit Blick auf den See und die Berge. Auch das gotische, alte Rathaus mit seiner bemalten Fassade wurde bewundert.

Der Abschlussabend wurde von Sänger Otti bereichert, der nach dem Buffet viele alte Schlager anstimmte. Und weil keiner mit dem Singen aufhören wollte, wurde danach einfach weiter gesungen. Mit Gesang endete auch die Fahrt am Samstagnachmittag, als der Bus alle Teilnehmer der Seniorenfreizeit wieder in vertrauter Umgebung absetzte. red

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