Lampertheim

Sommerfest Die Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule lässt bei ihrer Feier nichts anbrennen / Gäste trotzen der Hitze

Senioren haben Sommer-Spaß

Archivartikel

Lampertheim.Bei den Gästen konnte zu Hause die Küche kalt bleiben, denn die Grillmannschaft der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule brutzelte Deftiges zur Mittagszeit. Im Hof der Begegnungsstätte zeigte das Thermometer im Schatten 35 Grad an, nicht vorstellbar, wie heiß es wohl den Grillmeistern gewesen sein muss. Die Gäste jedenfalls schlemmten und feierten gut gelaunt das Sommerfest, das die Mitstreiter der Seniorenbegegnungsstätte organisiert und ausgerichtet hatten.

Doch zwischenzeitlich ließen einige Blaue Engel aus dem Helferdienst die Arbeit ruhen und tanzten eine Runde auf den Pflastersteinen. Die Rhythmen, gespielt vom Alleinunterhalter Horst Herrmann, fuhren den ehrenamtlich Arbeitenden in die Beine. Ein Sirtaki schloss sich an und brachte Gaudi pur für die Tanzenden und Zuschauenden. Wegen der Bruthitze verzichteten die Tänzer darauf, sich an den Schultern zu fassen. Aber trotzdem gingen die Tanzschritte des griechischen Volkstanzes flott und ausgelassen über die Gehwegsteine.

Aktiv trotz hoher Temperaturen

Bürgermeister Gottfried Störmer ließ es sich nicht nehmen und eröffnete das Fest mit einer kurzen Ansprache. Der gemischte Chor der Seniorenbegegnungsstätte, unter der Leitung von Evelyne Hein, gab ein Eröffnungsständchen. Mit auf dem Lied-Programm stand der „Lampertheimer Wind“. Der an dem Tag nur heiße Sahara-Luft brachte. Da konnten die Chormitglieder noch so stark mit ihren Liedblättern wedeln, kein kühler Lufthauch entwickelte sich. „Es ist eine tolle Leistung, von den freiwilligen Helfern und Besuchern, dass sie bei der Hitze arbeiten, beziehungsweise ausharren“, freute sich Gerlinde Hellmuth, die Seniorenbeiratsvorsitzende. Denn die Gluthitze sei eine Belastung für alle – vor allem aber für die Helfer eine höchst schweißtreibende Angelegenheit. Dank des Einsatzes der Video- und Foto-Gruppe konnten die Gäste unter Pavillons verweilen. Am frühen Nachmittag wurde das Kuchenbuffet freigegeben. Ob Zupfkuchen oder Rührkuchen, fleißige Bäckerinnen hatten für eine Vielfalt an süßem Naschwerk gesorgt. In der Cafeteria der Einrichtung fanden die Besucher auch einen reich gedeckten Tisch mit Bastelarbeiten vor. Die beiden Frauen der Kreativgruppe, Inge Netscher und Bianca Klinger, präsentierten ihre Handarbeiten und boten sie zum Kauf an. Trotz des heißen Wetters hatte sich auch die Trommelgruppe der Lampertheimer Landfrauen auf den Weg gemacht, um die Senioren zu erfreuen.

„Ich bin sooo krank“, simulierte Melitta Härtel und zählte ihre ganzen Wehwehchen auf. Ihr Gesprächspartner Albert Breckner, punktete mit der Aufzählung von Spezialisten für jede Krankheit. Den lustigen Sketch führten die Amateurschauspieler der Seniorentheatergruppe unter der Leitung von Heiner Kraft auf. Dann sang Horst Herrmann unter anderem „Es gibt kein Bier auf Hawaii“. Wie froh waren da doch die Männer, dass das Helferteam in der Begegnungsstätte Bier vorrätig hatte. Und glücklich waren die mobilitätseingeschränkten Gäste, denn Hermann Hüsken übernahm für diese wieder den Fahrdienst. roi

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