Lampertheim

SG Hüttenfeld Abgespeckte Mitgliederversammlung mit Abstand / Beiträge angepasst

SGH meistert die Krise

Archivartikel

Hüttenfeld.Maifest, SGH-Sommernacht und vor allem die Kerwe: Die Veranstaltungsabsagen durch die Corona-Pandemie haben auch die Sportgemeinde Hüttenfeld (SGH) schwer getroffen. Doch trotz Einnahmeverlusten im niedrigen fünfstelligen Bereich steht Hüttenfelds größter Verein sowohl finanziell als auch personell ausgezeichnet da. Bisher ist der Mehrspartenverein gut durch die Krise gekommen. Das wurde bei der abgespeckten Mitgliederversammlung im Bürgerhaus deutlich.

Die Versammlung mit 28 stimmberechtigten Besuchern fand nicht, wie sonst üblich, im Vereinsheim am Hegwald statt, sondern im großen Turnsaal des Bürgerhauses. Dort konnten die Verantwortlichen große Abstände einrichten und die Hygienevorschriften übererfüllen. Weil man die Sitzung außerdem in Abstimmung mit der Stadtverwaltung so kurz wie möglich halten wollte, entfielen sowohl die einzelnen Abteilungsberichte als auch die Ehrungen. Letztere will SGH-Vorsitzender Bernd Ehret aber, sobald vertretbar, nachholen. Schließlich sei dem Verein die Würdigung langjähriger Vereinstreue wichtig.

Ohnehin herrschte bei den SGH-Verantwortlichen, genau wie bei anderen Vereinsvertretern, Unsicherheit, wie genau es in den kommenden Monaten mit dem Sportbetrieb weiter geht. Den ersten, harten Lockdown im Frühjahr hat die SGH aber überraschend gut überstanden. Der Verein konnte seine Mitglieder nicht nur bei der Stange halten, sondern sogar den positiven Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. 561 Mitglieder zählt der Verein aktuell – 13 mehr als im Vorjahr. Damit ist rund jeder vierte Hüttenfelder auch Mitglied im Verein. Seit 2016 hat die SGH sich gar um fast 30 Prozent und 127 Mitglieder vergrößert. Auch finanziell konnte der Verein mit positiven Zahlen und sogar einem Gewinn auftrumpfen. „Dafür mussten wir die Ausgaben aber enorm reduzieren“, erklärte Kassenwart Gwen Steier.

Um unabhängiger vom wirtschaftlichen Betrieb zu werden, schlug der Vorstand eine Beitragserhöhung für aktive Mitglieder vor. Die letzte Anpassung gab es 2017, Kinder und Jugendliche zahlen nun 40 (vorher 35), Erwachsene 80 (70) und Familien 115 Euro (95). Die Beiträge für passive Mitglieder bleiben unverändert. Damit liege man noch immer deutlich unter den anderen Mehr-spartenvereinen der Region, bei denen durchschnittlich 133 Euro für Erwachsene fällig würden, so der Vorstand. Die einstimmige Entscheidung sei auch im Hinblick auf künftige Projekte zu sehen: Etwa beim forcierten Bau einer neuen Sporthalle oder der Gründung eines Jugendfördervereins brauche der Verein einen größeren Eigenanteil. Für den Hallenbau plädierte einmal mehr Bernd Ehret. Das Bürgerhaus sei als Halle für beide Schulen und alle Vereine dauerhaft ausgebucht, so der Vorsitzende. „Wenn die Sportler eine eigene Halle bekommen, wäre viel mehr Platz für zusätzliche Kultur-Aktivitäten. Davon würde der ganze Ort profitieren“, sagte Ehret.

Der geschäftsführende Vorstand bleibt unverändert, lediglich bei den Abteilungsleitern gab es Veränderungen: Ricardo Rodriguez übernimmt die Geschicke der Fußballer von Dominik Ehret, außerdem wurde die Abteilung in Jugend und Senioren mit eigenen Budgets aufgeteilt. Neuer Jugendleiter ist Joachim Zahn. Um die Außendarstellung zu verbessern, hat der Verein eine neue, gemeinsame Homepage für alle Abteilung geschaffen.

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