Lampertheim

Kultur Friedrich Hackstein zeigt in seinem Biergarten surreal wirkende Figuren aus Rebenholz

Skulpturen-Schau unter freiem Himmel

Lampertheim.Künstlerischer Tatendrang und in Corona-Zeiten keine Möglichkeit, Kunstfreunde zu einer Vernissage einzuladen: Um die Begegnung mit seinen neuen Werken doch möglich zu machen, lädt Kunstschaffender und Wirt Friedrich Hackstein am Mittwoch, 29. Juli, ab 18 Uhr zum ersten Lampertheimer Skulpturenparcours in seinen Biergarten ein.

Zu sehen sind dann etwa 30 Holzskulpturen in unterschiedlichem Format. Entlang der Hofmauer und von dort durch den Biergarten zeigt Hackstein Arbeiten aus Rebhölzern unterschiedlicher Weinberge in Rheinhessen und der Pfalz. Weine aus denselben Lagen können dazu verkostet werden. „Mich haben die bizarren Formen der Rebhölzer schon immer fasziniert“, bekennt Hackstein. „Sie spiegeln das Wetter und die Jahreszeiten, den Boden und die Hege und Pflege, die ihnen die Winzer angedeihen ließen. All dies wächst sich innerhalb von mindestens dreißig Jahren zu jenen surrealen Formen aus.“

Sparsame Bearbeitung

Schließlich komme es sehr auf die Auswahl der Hölzer an, erläutert Hackstein. Denn man müsse das Besondere an diesen Formen aus der Natur sehen und es bei der Bearbeitung im Auge behalten. Die Bearbeitung mit speziellen Werkzeugen erfolgt in einem weiteren Schritt sehr sparsam und auch die Lasur soll die Naturfarbe eher hervorheben und deren Ausdruckskraft verstärken. Hackstein möchte so viel wie möglich von dem Natureindruck bewahren, der bei diesem Wurzelwerk sehr dynamisch wirkt.

Jürgen Klotz unterstützt Hackstein bei diesem Vorhaben, indem er Metallgerüste baut, mit denen Hacksteins Werke präsentiert werden können. So entsteht ein Schwebezustand der Figuren, der in seiner abstrakten Form für den Betrachter ansprechend wirkt. red

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