Lampertheim

Lampertheimer Autoschau Verein Lampertheim Classics lockt mit Oldtimer-Show Besucher in die Innenstadt / Verkaufsoffener Sonntag bietet zusätzlichen Anreiz

„So viel Chrom auf einmal ist ein Genuss“

Lampertheim.„Das ganze Team war aufgeregt, ob alles gelingt und ob das Wetter mitspielt“, verrät Thomas Kissel, zweiter Vorsitzender der Lampertheim Classics, veranstaltender Verein der beliebten Autoschau. Die 27 Mitglieder hatten ihre Fahrzeuge gewaschen und poliert, denn zum Oldtimer-Treffen „Rund um den Dom“ sollten die Schätzchen mit vier oder zwei Rädern blitzen und blinken. Ihre Mühe hatte sich gelohnt: Nicht nur die Sonne kam, sondern auch jede Menge Besucher, die den – verkaufsoffenen – Sonntag in Lampertheim genießen wollten.

Zunächst blieben der Himmel grau und die Temperaturen kühl. Deshalb steuerten viele Besucher, wie Sandro Freund aus Waghäusel, die Verpflegungsstation von Gabriella Huy an. Die Pächterin des Stadtpark-Cafés bot knusprige Waffeln und warmen Kaffee an. Oldtimerliebhaber Freund war mit seinem Jaguar, Baujahr 1986, angereist. Derweil bildete sich schon eine Autoschlange auf der Römerstraße in Höhe des Alten Rathauses. „Es ist enorm, dass die Klassiker trotz des kühlen Wetters Schlange stehen“, freute sich Kissel. Ein Classics-Team begrüßte alle ankommenden Fahrer und Beifahrer in den Oldtimern. Michael Zayc moderierte, Silvia Gerling und Lisa Zayc überreichten Präsente und für die Damen Rosen.

Bis Bürgermeister Gottfried Störmer und Spargelkönigin Christin I. zur Begrüßung vor die Oldtimer-Freunde traten, besuchten zahlreiche Gäste schon die Sonderausstellung „Rennlegenden aus Lampertheim“. Die kleine Aurora Adamek aus Biblis staunte dabei über das winzige Zweirad Monkey, das sich zusammenklappen lässt.

Christin I. gerät ins Schwärmen

Majestätisch fuhren dann der Stadtchef und die Spargellieblichkeit ein. Daniel Götz von den Lampertheim Classics chauffierte sie in seinem roten Ford Galaxie, Baujahr 1969. Störmer schickte ein dickes Lob an die Vereinsmitglieder. Die Veranstaltung sei eine Sonderklasse. Auch Christin I. schwärmte vom Oldtimer-Treffen, das nun bereits zum vierten Mal stattfand. Außerdem lud sie zum Shoppen in die verkaufsoffenen Geschäfte ein.

Thomas Kissel schickte einen „riesengroßen Dank an alle Oldtimer-Liebhaber für den großen Zulauf“. Die Classics-Freunde seien sehr zufrieden. So viel Chrom auf einmal zu sehen, sei ein Genuss.

Aufsehen erregte einmal mehr Alfred Richter mit seinem Benz SSK, Baujahr 1928. Der Hüttenfelder hatte seinen „Schmiermaxe“ (Hans-Jürgen Zenkner) mit an Bord und berichtete, dass der Benz den großen Preis der Nationen 1929 errungen hat. Gerne wurde die Nobel-Karosse als Fotomotiv genutzt. Kurz darauf bog ein Volvo, ein sogenannter Schneewittchensarg, in die Römerstraße ein. Und dann eine wirkliche Rarität: Ingo Ella-Hold mit einem Benz, Baujahr 1914, einem Jagdwagen 8/20 PS. „Das Auto ist noch im Besitz der Familie Benz“, erläuterte der Ladenburger. Und fügte hinzu: „Es ist heute das älteste Fahrzeug.“

Auch die Neuwagen-Schau, eine Kooperation des Stadtmarketing und der teilnehmenden Geschäftsleute, kam gut an. So freute sich Matthias Biegel, Inhaber des Autohauses Ried, über reges Interesse an seinen Mazda-Neuwagen. Vor allem der rote Sportwagen MX-5 RF, mit Targa Dach, wurde bestaunt.

Inzwischen hatte Regina Abach ihr Geschäft „Schuh-Theurer“ geöffnet und hielt Überraschungen für alle Kunden und Mütter bereit. Peter Probst stellte eine Vielzahl von Zweirädern vor seinem Geschäft aus und betonte: „Die Renner sind die E-Bikes, die Fahrräder im Retro-Look und für Kinder die Puky-Räder.“ Wenige Schritte von seinem Zweiradgeschäft entfernt vergnügten sich die kleinen Besucher und drehten so manche Runde auf dem Karussell.

Info: Fotostrecke unter www.suedhessen-morgen.de

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