Lampertheim

Bildung II Energie für Modellautos sollte aus Solarzellen kommen

Sonne lässt Schüler im Stich

Archivartikel

HÜTTENFELD.Das Litauische Gymnasium in Hüttenfeld versteht sich selbst als nachhaltige und umweltfreundliche Schule. Am Donnerstag hat die Privatschule deshalb schon zum vierten Mal am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit teilgenommen. Im Rahmen des landesweiten Aktionstages mit über 600 Projekten beschäftigte sich die elfte Klasse von Physiklehrer Dimitrios Kostopoulos mit regenerativen Energien wie Solartechnik und Brennstoffzellen – und brachte mit Licht und Wasser ein Modellauto zum Fahren.

„Vielfältig – Nachhaltig – Hessisch: So wollen wir leben“, das war der Slogan zum mittlerweile fünften Hessischen Tag der Nachhaltigkeit. Doch was bedeutet eigentlich nachhaltig? „Es muss stabil funktionieren, und trotzdem etwas mit natürlicher Regenerationsfähigkeit zu tun haben“, fanden die Elftklässler beim Brainstorming heraus. Im Litauischen Gymnasium bedeutet Nachhaltigkeit einen Schulgarten mit Hochbeeten und Gemüse, der von Schülern gepflegt wird, ein Insektenhotel und Experimente mit Brennstoffzellen als klimafreundlicher Antrieb für Autos.

Im Schulgarten sollten an diesem Tag eigentlich Kartoffeln geerntet werden, das fiel aber wegen Regens aus. Auch im Physiksaal musste sich Lehrer Dimitrios Kostopoulos einer Verlegenheitslösung bedienen. Weil die Schüler für ihre Solarzellen eigentlich Sonne brauchten, knipsten sie kurzerhand kleine Lampen an und bestrahlten ihre Minizellen mit künstlichem Licht. Und dann ging es auch schon los. „Es fängt an zu blubbern!“, bemerkten die Schüler, „das Wasser wird hochgedrückt“. Aus Wasser- und Sauerstoff gewinnen Brennstoffzellen elektrische Energie und lassen Autos ganz ohne fossile Brennstoffe fahren.

„Interessant“ und „besser als normaler Unterricht“ fanden die Elftklässler die Experimente und Denkanstöße ihres Lehrers. Die Klasse machte sich nicht nur um eine theoretische Lösung im Kleinformat Gedanken, sondern besprach auch den wirtschaftlichen und praktischen Hintergrund. „Auch Elektroautos müssen ihren Strom irgendwo herbekommen“, bemerkte eine Schülerin, „kommt das aus einem Braunkohlekraftwerk, ist das auch nicht gerade umweltfreundlich“. ksm

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