Lampertheim

Ü12-Summertime Christian Schura leitet Aquarell-Workshop / Jugendliche mit Respekt vor schwieriger Technik

Sonnenuntergang über dem Meer

Lampertheim.Die Jugendlichen können Aquarelle malen oder Comics zeichnen“, erklärte Christian Schura. Der Dozent leitete vor 14 Tagen den Zeichenworkshop und nun den Aquarellworkshop der Veranstaltungsreihe Ü12-Summertime der Jugendförderung. Schura freute sich über die Zahl von neun Teilnehmern und deren Begeisterung fürs kreative Arbeiten.

Doch bevor mit Malen losgelegt werden konnte, erklärte der Workshop-Leiter die Materialien sowie die Ausstattung und später die Techniken. Er machte den Teilnehmern Mut, beherzt an die Aufgabe heranzugehen. Denn manch Jugendlicher scheute sich, Aquarelle zu malen. Das sei viel zu schwierig.

Hinter diesem Vorbehalt steht nach Schuras Auffassung womöglich die Tatsache, dass Aquarelle kaum übermalt werden können. Denn sitze ein Pinselstrich oder eine Verwaschung auf dem Papier, dann sei es meistens endgültig.

„Ihr könnt einmal übermalen“, ermutigte Schura und erklärte, dass Künstler das Medium Aquarellfarbe vor allem wegen ihrer Frische und Transparenz schätzten. Die Jugendlichen erkannten erst einmal, dass sie für ihre Kunstwerke nur eine geringe Ausstattung benötigten: Farbkästen mit Aquarellfarben, Pinsel, Wasser und Aquarellpapier. „Das Spezialpapier ist stärker, saugt die Farbe in sich herein und wellt sich nicht so schnell“, sagte Schura. Grundsätzlich sei die Stärke des Papiers ein elementarer Faktor für den Farbauftrag. Die jungen Amateurmaler sollten deshalb immer geeignetes Papier benutzen. Vorübungen im Workshop seien wichtig, damit die Malerei von Erfolg gekrönt sei, so der Dozent.

Zunächst ging es um die Trockentechnik, die für die Jugendlichen einfacher anzuwenden war. Die Nass-in-Nass-Technik gestaltete sich schon etwas schwieriger. Christian Schura stand den Jugendlichen helfend zur Seite. Zuerst wurde das Arbeitsblatt mit Wasser nass gemacht, dann wurde die wässrige Farblösung aufgetragen.

In dieser Technik, mit einer verwaschenen Darstellung also, wollte Leonie arbeiten. Der Zwölfjährigen schwebte es vor, einen Sonnenuntergang über dem Meer zu malen. „Später können noch Feinheiten mit Aquarellstiften herausgearbeitet werden“, erläuterte Schura. Kevin und Marvin wollten lieber Comics zeichnen und arbeiteten munter drauf los. Sie zeichneten mit Bleistift vor und malten die Figuren anschließend mit Farbe aus und erweckten sie so zum Leben. roi

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