Lampertheim

Stadtparlament II Für Übergangsfrist bei Kunstrasen

Sorge um Sportvereine

Lampertheim.Große Probleme sehen die Abgeordneten des Lampertheimer Stadtparlaments auf Sportvereine zukommen, nachdem die EU-Kommission angekündigt hatte, das Granulat auf Kunstrasenplätzen zu verbieten. Mikroplastik stelle eine Gefahr für die Umwelt dar, so die Begründung. Granulat solle ab 2022 nicht mehr zugelassen werden (wir berichteten).

Für die beiden Plätze im Sportfeld des Turnvereins sowie im Günderoth-Stadion bedeutete dies nach Einschätzung von FDP-Fraktionsmitglied Fritz Röhrenbeck das Aus. Damit sei auch die Existenz der Vereine bedroht, die ihren Spiel- und Trainingsbetrieb auf diesen Plätzen aufrechterhielten.

Die SPD/FDP-Koalition brachte deshalb einen Antrag ein, indem gegenüber der EU-Kommission eine Übergangsfrist gefordert wird. Die Vereine sollten die Gelegenheit bekommen, sich in angemessener Zeit auf die neue Rechtslage einzustellen, beispielsweise mit dem Ersetzen von Kunst- durch einjährig bespielbaren Winterrasen. Andernfalls drohe in Lampertheim ein „verheerendes Szenario“.

Die Grünen und ein CDU-Fraktionsmitglied signalisierten bei der Abstimmung Enthaltung. Nach Auffassung von Grünen-Fraktionschef Stefan Nickel habe der Deutsche Städte- und Gemeindebund bereits eine Übergangsfrist von mindestens sechs Jahren gefordert. Auch die hessische Landesregierung habe sich für eine entsprechende Übergangszeit eingesetzt. Damit sei der sozialliberale Antrag hinfällig. urs

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