Lampertheim

Musikschule Schlager-Ensemble spielt im Freien für die Bewohner des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses

Spaß und Freude in Zeiten von Corona

Archivartikel

Lampertheim.Es waren viele Handgriffe nötig, bis die Technik und die Instrumente für das Schlager-Konzert der Musikschule am Agaplesion Dietrich-Bonhoeffer-Haus auf- und am Schluss wieder abgebaut waren. Organisatoren und Besucher waren glücklich, dass es während des Konzerts warm und trocken blieb. Denn wegen Regens war die Veranstaltung schon einmal verschoben worden.

Entsprechend dem Alter der Zuhörer drehte das Schlager-Ensemble der Musikschule das Rad der Zeit zurück. Der Chor und die Band um die Leiter Joachim Sum und Ulrike Müller erfreuten am Dienstagnachmittag die Bewohner und das Personal des Seniorenheims. Sie präsentierten Lieder vorwiegend aus den 1960er und 1970er Jahren, die mit Sicherheit die eine oder andere Erinnerung weckten.

Einige Bewohner waren alleine in den Hof gekommen und die Mobilitätseingeschränkten wurden von Mitarbeitern in Rollstühlen gefahren. Musik rege die Sinne der Senioren an, erklärte Bianca Hein. Die kommissarische Betreuungsleiterin weiß aus Erfahrung, dass an Demenz Erkrankte sogar Liedtexte mitsingen können. Schließlich verbleibe Musik positiv im Gedächtnis. Vor allem brächten die Schlager den Bewohnern Freude sowie Abwechslung und sie könnten das Freiluft-Konzert genießen. Deshalb lobte sie das ehrenamtliche Engagement der Sängerinnen und Bandmitglieder.

Joachim Sum, Leiter der Musikschule, bedankte sich bei Bürgermeister Gottfried Störmer für die Unterstützung der Stadt Lampertheim sowie bei dem professionellen Schlagzeuger Hans-Jürgen Götz und dem Veranstaltungstechniker Helmut Wehe für die Unterstützung.

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„Mit 17 hat man noch Träume. Da wachsen noch alle Bäume, in den Himmel der Liebe“, sang der Chor das Lied von Peggy March, und die Senioren wiegten sich hin und her. Auch der Schlager von Bernd Clüver „Der Junge mit der Mundharmonika“ handelt von Träumen und wurde von den Sängerinnen einfühlsam interpretiert. Hier übernahm Dirigent Sum das Mundharmonika-Spiel. Beim Titel „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, von Nikolaus Presnik und DJ Ötzi, schwenkten die Zuschauenden ihre Arme über den Köpfen. Nach den Zugaben gab es ein dickes „Dankeschön“ von Heimleiter Henning Krey. Für die Senioren werde es statt eines großen Sommerfests in diesem Jahr mehrere kleine Feste geben, kündigte Krey an. Denn Geselligkeit sei auch und gerade in Zeiten der Corona-Krise sehr wichtig.

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