Lampertheim

Sommertour Dritte Etappe führt in die Kernstadt

SPD: Alles Soziale unter ein Dach

Archivartikel

Lampertheim.Im Rahmen ihrer Sommertour hat die SPD diese Woche in der Kernstadt Halt gemacht. Die dritte von insgesamt sechs Etappen führte die Sozialdemokraten vom Stadtpark über Sedan- und Wilhelmstraße vorbei an der Alten Schule zum kleinen Schillerplatz. Im Mittelpunkt der 90-minütigen Radtour standen das Neubauvorhaben an der Ecke Wilhelm-/Eleonorenstraße, ein Hoffnungsschimmer für den Weihnachtsmarkt und die Umfunktionierung der Alten Schule in der Römerstraße.

Hier soll eine lang gehegte Vision der Partei endlich Wirklichkeit werden. Die Lampertheimer SPD träumt seit Jahren von einer Art „Sozialzentrum“ in dem historischen Gebäude. „Ziel ist es“, erklärte Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt, „wesentliche Sozialverbände zusammenzuführen und Synergieeffekte zu erzeugen“. Von freien Kita-Trägern wie dem Familienzentrum Bensheim bis zur Arbeiterwohlfahrt mit der Kleiderkammer und der Suchtberatung – möglich sei vieles. Auch eine Außenstelle des Sozialamtes hat SPD-Chef Schmidt bereits beim Kreis angeregt. Daneben könnte nach Wunsch der SPD der Eigenbetrieb Kinderbetreuung, dessen Gründung ansteht, im Gebäude Platz finden.

Ein solches Sozialzentrum in der Alten Schule sei nahezu vollständig über den Stadtumbau förderbar, betonte Schmidt. Um dort den nötigen Platz zu schaffen, könnte die Seniorenbegegnungsstätte in die nahe gelegene Zehntscheune umziehen. Das soll laut Schmidt aber weder ein Rausschmiss noch zum Nachteil für die Jugendförderung sein. „Im Gegenteil“, so der Politiker. In der Zehntscheune könne man eine „Begegnung zwischen den Generationen“ ermöglichen. Zudem solle eine Nutzung des Saales für kulturelle Veranstaltungen weiterhin möglich sein.

Raum zum Leben und Arbeiten

Ähnlich beispielgebend könnte das Nachverdichtungsprojekt an der Wilhelmstraße werden. Jens Klingler stellte als Chef der Stadtentwicklung Lampertheim (SEL) das Bauvorhaben der Langener Firma „Salco“ vor. 20 Wohnungen, davon zwei Sozialwohnungen, entstehen dort auf fünf Baugrundstücken. In vorderster Front soll eine Ladenzeile in die Gebäude integriert werden. Dort sei Platz für Geschäfte, Arztpraxen oder Büros. Wegen eines formalen Einwands des Kreisbauamts muss das Stadtparlament allerdings für den Baustart nochmals den Bebauungsplan anpassen.

Neben dieser städtebaulichen Aufwertung wünschen sich die Genossen eine solche für zwei Veranstaltungen: Bei einem runden Tisch mit dem Stadtmarketing klopfe man Ideen ab, wie man mehr Schausteller zur Kerwe locken und diese attraktiver gestalten könnte. An einer möglichen „Mini-Kerwe“ (wir berichteten) will sich die SPD so oder so beteiligen. Im Stadtpark warb Schmidt für eine Idee von Parteifreundin Saskia Kern: Wegen der schöneren Atmosphäre plädiert die SPD für eine Verlegung des Weihnachtsmarktes hierher. Gerade während der Corona-Pandemie sei das eine gute Idee. „Man könnte das Ganze viel weitläufiger gestalten.“

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