Lampertheim

Jahreshauptversammlung Genossen enttäuscht, dass positive Entwicklung in Hofheim nicht gewürdigt wurde / Zahlreiche Ehrungen

SPD hadert mit den Wählern

Archivartikel

Hofheim.Licht- und Schattenseiten zeigten sich bei der Jahreshauptversammlung der SPD im Stadtteil Hofheim. Auf der einen Seite konnte die Partei viele langjährige Mitglieder ehren. Auf der anderen Seite macht sich inzwischen die Überalterung in der Mitgliederstruktur bemerkbar, und die Ergebnisse der vergangenen Wahlen lassen einen bitteren Nachgeschmack zurück.

Für langjährige Mitgliedschaft in der Partei wurden geehrt: Günther Eichhorn (60 Jahre), Horst Bühler (60 Jahre), Norbert Kaiser (50 Jahre), Wolfgang Raab (25 Jahre) sowie in Abwesenheit Bernd Langjahr, Erhard Rebenich und Willi Schnellbächer (alle 40 Jahre). „Mit eurem Beitritt und Engagement habt ihr den sozialdemokratischen Gedanken klar nach Außen bekundet“, würdigte Erste Vorsitzende Silke Lüderwald die Verdienste der Jubilare. Darüber hinaus erhielt Hans Hahn den Ehrenbrief der SPD. „Die Sozialdemokraten gestalten das Leben in Hofheim seit vielen Jahren aktiv – und ihr seid ein Teil davon“, so die Vorsitzende, bevor bei einem Umtrunk auf die Jubilare angestoßen wurde.

Durch einen weiteren Eintritt im Jahr 2018 wuchs die Zahl der Mitglieder in Hofheim auf 57 an. 35 der Mitglieder sind jedoch inzwischen über 60 Jahre alt. Diese zunehmende Überalterung ist einer der Gründe, warum die Genossen ihre Aktivitäten nicht mehr in der Häufigkeit wie in früheren Jahren durchführen können. Neben dem Ostertanz kann auch das traditionelle Kinderfest nicht mehr angeboten werden. Als Veranstaltungen erhalten bleiben aber die Sommertour am Montag, 15. Juli, die Beteiligung an der Kerbe, die Kindernikolausfeier am 5. Dezember und der Jahreseinstieg.

Derweil stellten die Hofheimer Genossen im vergangenen Jahr auch wieder den Adventskaffee im Bürgerhaus auf die Beine – mit einem außergewöhnlich kurzweiligen Programm. Der besondere Dank der Vorsitzenden ging daher an Doris Brand-Schader, Rosi Beisel, Lydia Winter, Rita Ebert sowie Rita Rose und Hans Hahn: „Auf euch kann ich mich immer verlassen.“

Weitaus weniger erfreulich fiel das Resümee von Silke Lüderwald zum Ausgang der Landtagswahl in Hofheim aus. Zumal SPD-Kandidat Marius Schmitt maßgeblichen Anteil an vielen positiven Entscheidungen für Hofheim gehabt habe: „Was manche Wähler denken, ist da schon schleierhaft, wenn etwa im Wahllokal Kita St. Michael die AfD mehr Stimmen erhält als die SPD.“

Noch schlechter fiel das Ergebnis bei der Europawahl aus und bei der Bürgermeisterwahl haben die Hofheimer Wähler Gottfried Störmer zu dessen knapper Mehrheit verholfen.

Mut macht der Vorsitzenden jedoch die gewonnene OB-Wahl in Wiesbaden, der Erfolg des SPD-Landrates im Kreis Alzey, gewonnene Ortsvorsteherwahlen in den Wormser Stadtteilen Pfeddersheim, Neuhausen und Weinsheim und die Berufung von Christine Lambrecht zur Justizministerin.

Silke Lüderwald führte zahlreiche Maßnahmen für Hofheim auf, die im zurückliegenden Geschäftsjahr von der SPD/FDP-Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung angestoßen wurden, darunter die Radwegeverbindung im Wehrzollhaus, die Fortführung des dritten Bauabschnitts Rheinlüssen III/IV, die Geländeumwidmung an der Karlsbader Straße, die Sanierung des Feuerwehrplatzes, die Spielplatzerneuerung in der Gartenstraße, das neue Baugebiet im Bibliser Weg, das Pilotprojekt in der Luisenstraße und die Fußgängerampel in der Bahnhofstraße.

Doris Brand-Schader lieferte den Kassenbericht, die Wahlen brachten keine Veränderungen, der Vorstand bleibt nahezu bestehen. Lediglich ein neuer Beisitzer kam hinzu: Die Versammlung wählte Dirk Wagner in das Amt. fh

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