Lampertheim

Kommunalpolitik Lampertheimer SPD besucht im Rahmen ihrer Reihe "Fraktion vor Ort" die Biedensand-Bäder

SPD klar für die Hallenbad-Sanierung

Lampertheim."Fraktion vor Ort" führte die Lampertheimer SPD am Donnerstagnachmittag in die Biedensand-Bäder. Dort wurden die Genossen um Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt von Jens Klingler, in Personalunion Geschäftsführer der Bäder, Erster Stadtrat und Parteivorsitzender der Lampertheimer SPD, empfangen. Klingler führte die Gäste gemeinsam mit Betriebsleiter und Schwimmmeister Patrick Görling durch Hallen- und Freibad und gab Einblicke in zurückliegende und bevorstehende Sanierungsmaßnahmen.

Substanz ist gut genug

Von Februar bis August war das Hallenbad geschlossen, weil Reparaturarbeiten in Höhe von 100 000 Euro nicht länger aufgeschoben werden konnten. Dabei wurde entdeckt, dass weiterer Handlungsbedarf entsteht. In der Folge beauftragte Klingler die Firma Balnea mit der Ausarbeitung eines Gutachtens. Die Kernfrage: Lohn sich der Erhalt des Hallenbades oder muss ein Neubau her? Das Ergebnis sei deutlich gewesen: Die Substanz sei gut genug. Erhalt und Sanierung lohnten sich. Nun werde die Ausschreibung vorbereitet.

"Wir können von 2,5 Millionen Euro Kosten ausgehen", erklärte Klingler. Die Lüftung sei komplett zu erneuern, die aus den 1970er Jahren stammende, zum Teil asbesthaltige Fassade samt Isolierung zu sanieren und auch Teile der Technik seien veraltet. Die Luftfeuchtigkeit in der Halle werde nach der Sanierung besser kontrollierbar und auch die Akustik werde verbessert. Die Bädergesellschaft rechnet zudem mit erheblichen Energieeinsparungen. Der Charakter als Sportbad bleibt erhalten, eine Wandlung zum Spaßbad wird es nicht geben." Es seien neben den Bürgern vor allem Vereine und Schulen, die auf die Institution nicht verzichten könnten. Die Nachfrage werde nicht zuletzt aufgrund der Schließung anderer Bäder in der Region immer größer. "Wir sind voll belegt und können keine weiteren Schulen mehr aufnehmen", so Klingler.

Gremien beraten demnächst

In seiner Sitzung am 5. Oktober wird der Haupt- und Finanzausschuss darüber beraten, ob die Stadt Lampertheim die Bürgschaft für die benötigten 2,5 Millionen Euro übernimmt. Marius Schmidt versicherte Klingler, dass er sich auf die Unterstützung der Sozialdemokraten verlassen könne. "Dieses Schwimmbad ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, außerdem ist es ein herausragender Standortfaktor für unsere Stadt", sagte der SPD-Fraktionschef.

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