Lampertheim

Politik Ortsverein trifft sich zur Jahreshauptversammlung

SPD mit vierstelligem Minus im Etat

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Offene Bücherregale, Repair-Café, Insektenhotels, Freiwilligentag oder gemeinsame Rad- und Sommertouren: Die Lampertheimer SPD und ihre Jusos bringen sich in der Spargelstadt nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich ein. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Neuschlößer Café „Thommy’s Coffee and more“ deutlich.

Deutlich wurde aber auch, dass das abgelaufene Jahr für die Ortsgruppe finanziell schwierig war. Ein vierstelliges Minus bereitet den Genossen dank guter Rücklagen aber noch keine Sorgen. Zu Buche schlug unter anderem die Landtagswahl 2018, wenngleich der Lampertheimer Spitzenkandidat Marius Schmidt den Großteil seiner Wahlausgaben aus eigener Tasche bezahlt hat.

„Die SPD zeigt Engagement für die Stadt über das reine Sitzungsende der Stadtverordnetenversammlung hinaus“, betonte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christiane Krotz. Sie sprang für den erkrankten Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt ein und trug dessen Rede vor. Neben dem gesellschaftlichen Engagement sehen sich die Sozialdemokraten aber auch politisch als treibende Kraft in Lampertheim. Dabei werde die hiesige SPD maßgeblich von drei Leitlinien gelenkt: „Bürgernähe, nachvollziehbare Entscheidungen und Ideen, die auch sichtbar werden“, so Krotz.

Und davon gibt es aus Sicht der Partei viele. So können sich die Sozialdemokraten, die das Parlament in einer sozialliberalen Koalition mit der FDP führen, die Schaffung einer Kulturtafel und den Ferienpass auf die Fahnen schreiben. Auch die mobile Wohnberatung, Patientenfürsprecher im Marienkrankenhaus und der Förderverein für die Biedensand Bäder seien unter maßgeblicher SPD-Initiative entstanden.

„Wir verwirklichen Ideen an vorderster Front“, betonte Krotz. Auch politische Großprojekte wie die Hallenbadsanierung und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum halte die Partei im Auge. 67 neue Wohnungen seien in Bau und Planung. „Viele mehr müssen folgen“, lautete die einhellige SPD-Forderung.

In Sachen Kulturstätte habe die SPD einen Variantenvergleich gefordert, Priorität hat für die Genossen aber ohnehin der Bauhof. „Das sind wir den Mitarbeitern dort schuldig“, verlas Krotz. Die SPD spreche sich für eine „innerstädtische, pragmatische und bezahlbare Lösung“ aus. Vereinsvorsitzender Jens Klingler legte besonders auf zwei Kernthemen der Sozialdemokratie wert. Auch dank der SPD seien „stolze Summen“ für Kitas und den sozialen Wohnungsbau freigegeben worden. ksm

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