Lampertheim

Parteien Sozialdemokraten feiern Grill- und Sommerfest beim Odenwaldklub / Kritischer Blick in Richtung Berlin

SPD will Menschen aus der Einsamkeit holen

Archivartikel

Lampertheim.Dass die Politik auch in den parlamentarischen Sommerferien keine Pause macht, das demonstrierten die Lampertheimer Sozialdemokraten beim Grill- und Sommerfest des Odenwaldklubs im Sandtorferweg. Etliche Lamperthei- mer hatten den Weg zum OWK gefunden und auch die Stadtteile hatten Vertreter wie Silke Lüderwald (Hofheim) oder Robert Lenhardt (Neuschloß) geschickt. Den Magistrat vertraten Hans Schlatter und Hans Hahn.

Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler nahm zu aktuellen Themen Stellung. „Wir wollen das Leihrad-Angebot populärer und bekannter machen“, meinte der Erste Stadtrat. Als „Volkskrankheit“ bezeichnete er die zunehmende Vereinsamung vieler Menschen. Dem wolle die Armuts- und Sozialkonferenz mit ihrer aufsuchenden Sozialarbeit begegnen. Die Idee dahinter: vereinsamte Menschen persönlich aufzusuchen und Hilfestellung zu geben. Künftig wolle die SPD auch bei Gratulationsbesuchen der Stadt vertreten sein. Auch die künftige Trägerschaft von Kindertagesstätten durch die Stadt ist ein Anliegen der SPD. Die Arbeiterwohlfahrt zeige Interesse an einer geschäftlichen Verantwortung. Kreisbeigeordneter Karsten Krug berichtete über die Verkehrspolitik im Kreis. So seien Wünsche für Fahrten von Lampertheim nach Heppenheim oder Sandhofen sowie von Hüttenfeld nach Hemsbach registriert worden. „Natürlich werden nicht alle Wünsche realisierbar sein“, meint Krug, denn alleine der Ausbau der Barrierefreiheit an Haltestellen koste viel Geld: „Wir werden Prioritäten setzen müssen.“

Dialog mit Vereinen

Auch der Klimawandel beschäftige den Kreis: „Wir suchen den Dialog mit engagierten Vereinen“, so Krug, „und wollen feststellen, inwieweit der Kreis aktiv werden kann“. Eine Zusammenkunft sei in Vorbereitung. Laut SPD-Fraktionschef Marius Schmidt ist der Zustand der Partei auf Bundesebene besorgniserregend. „Aber wir in den Kommunen stehen hervorragend da“, ergänzte er: „Wir sind stolz in Lampertheim auf die Dinge, die wir erreicht haben.“ Den Genossen in Berlin gab Schmidt den Rat, sich bei den Kommunen umzuschauen, denn da könne man lernen, wie man erfolgreich Politik gestalte. Schmidt wies auch auf den Bau von Sozialwohnungen in Lampertheim hin. Wenn man durch die Stadt fahre, könne man viele Neubauten sehen. „Wir nehmen hier eine Spitzenposition im Kreis ein“, zeigte er sich zufrieden mit dem derzeitigen Erfolg.

Auch das Klima sei in Lampertheim ein wichtiges Thema: „Wir stellen Überlegungen an hinsichtlich anderer Bepflanzungen im Stadtgebiet oder der Sicherstellung von Frischluftschneisen, um den steigendenTemperaturen Rechnung zu tragen.“ Der Vorschlag der SPD, öffentliche Trinkbrunnen zu installieren, sei vom gleichen Problembewusstsein getragen.

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