Lampertheim

Serie Lampertheimer Tierheim auf unterschiedliche Weisen von Corona-Pandemie betroffen

Spenden sind willkommen

Lampertheim.Das Tierheim Lampertheim ist aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Virus vorübergehend für den Besucherverkehr geschlossen. Die Versorgung der Vierbeiner – 20 Hunde und elf Katzen – ist trotzdem gesichert.

„Auch wenn wir wegen der Schutzmaßnahmen zurzeit keine Öffnungszeiten anbieten, können dennoch Termine zur Tiervermittlung vereinbart werden“, erklärt Annette Maring, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Lampertheim. Annekatrin Geyer, die Leiterin des Tierheimes, empfiehlt Interessenten, sich telefonisch zu melden und gegebenenfalls eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. „Ich rufe schnellstmöglich zurück“, verspricht Geyer.

Die beiden Verantwortlichen Geyer und Maring waren voller Freude, als sie kürzlich von Rechtsanwalt Bernd Rudolph von einer Lampertheimer Kanzlei eine Futterspende von 100 Kilogramm Trockenfutter für die Tierheim-Hunde erhielten. „Besonders in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie bedeutet Futter eine willkommene Unterstützung“, betont Maring. Die Vereinsvorsitzende fügt hinzu, dass außer Hundetrockenfutter, Hundeflocken und Katzennassfutter auch Spielzeug und Leckereien gerne entgegengenommen werden. „Nur gebrauchte Decken und Handtücher dürfen wir derzeit nicht annehmen“, sagt Tierheimleiterin Geyer.

Neben den Sachspenden freue sich das Tierheim auch über finanzielle Hilfen, denn die Fixkosten liefen weiter, erklärt Geyer. Zu den laufenden Kosten gehörten auch die tierärztlichen Untersuchungen. Obendrein schildert Maring, dass viele Fundtiere, insbesondere Katzen, in den vergangenen Monaten aufgenommen wurden. Diese mussten kastriert und versorgt werden.

Anfragen nach einer Tiervermittlung gebe es vermehrt, hat Maring beobachtet. Sei es bei manchen Menschen die Einsamkeit während der Corona-Pandemie, die vermehrte Freizeit durch Kurzarbeit oder ein monotones Homeoffice, das nach Abwechslung verlangt, das wissen die Frauen nicht. Aber sie gehen mit Bedacht und verantwortungsbewusst vor, denn sie streben eine dauerhafte Tiervermittlung an. „Die Einzeltermine sind sehr zeitaufwendig, zumal wir gewissenhaft prüfen, ob das Tier auch später noch gewollt ist, wenn wieder Normalität eingetreten ist“, betont Maring. Es komme vor, dass sich manche Interessenten an verschiedene Tierheime gleichzeitig wenden und Termine ausmachten, die sie aber weder einhielten noch absagten. Solch ein Verhalten sei nicht gewissenhaft und der Mehraufwand sei vom Tierheim schwer zu organisieren.

Jugendgruppe hilft mit

„Dafür helfen uns die Älteren der Jugendgruppe, sie sind uns eine große Stütze im Tierheim, beim Füttern und Gassi-Gehen mit den Hunden“, bekräftigt die Tierschutzvorsitzende. Neue Helfer könnten derzeit keine eingesetzt werden. „Wir richten uns streng nach den Empfehlungen des Landestierschutzverbandes und des Deutschen Tierschutzbundes“, hebt Maring hervor.

Renovierungen stehen an

Im Allgemeinen gebe es im Tierheim Renovierungsarbeiten durchzuführen. Doch die Handwerkertermine fänden kaum statt, denn Kurzarbeit und Lieferschwierigkeiten von Materialien erschwerten die geplanten Arbeiten. Beispielsweise mussten bei den Hundezwingern Planen über die Ausläufe gespannt werden, da es ausgiebig regnete und sich die Hunde nicht mehr hinaus trauten.

Info: Weitere Informationen unter tierheim-lampertheim.de

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