Lampertheim

Tafel Lampertheim 500 Euro sollen Zusammenhalt demonstrieren / Ehrenamtliche Helfer haben viel zu tun

Spendenübergabe mit 70-Tonner

Archivartikel

Lampertheim.Ein 70-Tonner Autokran ist garantiert noch nie bei der Tafel Lampertheim vorgefahren. Zwei Mitarbeiter der Weiland Kran & Transport GmbH, Sebastian Degenhardt – verantwortlich für Technik und Vertrieb – und der Fahrer Thomas Eisenberg, sorgten jetzt für Faszination.

Eisenberg hielt den orangenfarbigen Großkran vor der Tafel an, damit die Mitarbeiter die Spende der Belegschaft über 500 Euro überreichen konnten. Die Betriebsangehörigen der Weilandgroup hatten die Idee, das Geld der Lampertheimer Tafel zu spenden, denn diese Einrichtung benötige Unterstützung. „Wir haben eine interne Versteigerung von 20 Modellkränen durchgeführt. Dabei kamen 500 Euro zusammen. Mit der Spende möchten wir zeigen, dass es gerade in schwierigen Zeiten wie in der Corona-Krise wichtig ist, zusammenzuhalten und sich zu unterstützen“, berichtete Degenhardt.

Zuwendung gut zu gebrauchen

Über die Zuwendung freuten sich die Tafelkoordinatorin des Diakonischen Werkes Bergstraße Ute Weber-Schäfer und Ilona Brunnengräber, Teamleiterin der Dienstagsgruppe. Kurz vor dem Eintreffen der Weilandgruppe mit ihrem Schwerlastkran begutachtete ein Lebensmittelkontrolleur den Tafelbetrieb. Er überprüfte beispielsweise die Lebensmittel und die Hygiene, die er für sehr gut befunden habe. Er übte auch Kritik und beauftragte die Verantwortlichen, im Sanitärbereich einen Warmwasserboiler anbringen zu lassen. Das seien wieder neue Ausgaben und deshalb sei die Spende der Firma Weiland doppelt so gerne gesehen, erklärte Weber-Schäfer.

Wegen der Corona-Pandemie und der Hitze sei die Arbeit der Ehrenamtlichen im Tafelbetrieb noch beschwerlicher. Schließlich schleppten die Freiwilligen die beladenen Kisten mit Mund- und Nasenschutz, und auch das Sortieren der Lebensmittel erfolge unter diesen Hygienemaßnahmen. Im Sozialraum, in dem sich sonst die Tafel-Helfer zu Gesprächen, einem Kaffee oder Imbiss getroffen hatten, könne derzeit auch nicht genutzt werden. Die Tafel-Fahrer waren am Morgen zu den beteiligten Supermärkten, Bäckereien, der Tankstelle und Landwirten gefahren und hatten die Waren abgeholt. Bevor diese aber im Verkaufsraum der Tafel drapiert werden konnten, wurde das Gemüse von den Ehrenamtlichen sortiert und geputzt. Nun wartete frischer Blumenkohl neben Lauch, Kartoffeln und Tomaten auf die Tafel-Kunden. „Landwirt Willi Billau hat uns großzügig mit Kartoffeln bedacht und die Tomaten sind vom Gemüsering“, erklärte Brunnengräber. Ein ganz fleißiger Tafel-Helfer sei Helmut Walter. Er sei der Mann für alle Fälle, denn er packe bei allen Arbeiten kräftig mit an.

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