Lampertheim

Förderprogramm Tischtennisplatte im Wert von 1500 Euro in Hüttenfeld eingeweiht

Spielplatz soll auch Begegnungsort sein

Archivartikel

Hüttenfeld.Jetzt können die Profis der SG Hüttenfeld endlich wieder ran an die Platte. Zumindest, wenn im Bürgerhaus kein Platz ist. Eine neue Tischtennisplatte steht nun auf dem Spielplatz an der Tuchbleiche im Hüttenfelder Industriegebiet. Das rund 40 Jahre alte, ramponierte Vorgängermodell konnte dank Fördergeldern aus dem Programm „Sport und Flüchtlinge“ ersetzt werden. Damit sei der Spielplatz nun „rund“, freut sich Ortsvorsteher Karl Heinz Berg.

Die nagelneue grüne Platte mitsamt Netz haben die Technischen Betriebsdienste der Stadt unlängst auf den noch intakten, massiven Steinfüßen der früheren Platte aufgebaut. Damit sei der Spielplatz ein Vorzeigeobjekt.

Neben dem Sportgerät hat dort auch das erste barrierefreie Spielgerät in Lampertheim seinen Platz gefunden. Erst vor wenigen Monaten wurde der Platz im Rahmen der sukzessiven Überarbeitung im ganzen Stadtgebiet für rund 65 000 Euro rundum erneuert.

Das einzige Manko, das SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt bei der Eröffnung im Sommer festgestellt hatte: Die mitgenommene Steinplatte, die ihren Dienst vor dem Standort an der Tuchbleiche schon an einem anderen Spielplatz getan hatte. Bei der Sommertour der Genossen hatte Schmidt in seiner Funktion als Sportcoach der Stadt deshalb kurzerhand versprochen, das Sportgerät auszutauschen.

Für alle Einwohner

Weil im Stadtteil Geflüchtete leben, konnte das Projekt über das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ finanziert werden. Sie ist deshalb auch nicht, wie vom Ersten Stadtrat Jens Klingler scherzhaft formuliert, vorrangig für die Tischtennis-Asse der SGH bestimmt, sondern vielmehr für alle Einwohner. „Das kommt nicht nur Geflüchteten, sondern dem ganzen Stadtteil zugute“, pflichtet Parteikollege Marius Schmidt bei. Er hofft, dass der rundum sanierte Platz zu einem Begegnungsort zwischen Einheimischen und Zugezogenen wird.

Neue Spielfreude

Das ein oder andere Tischtennis-Match könne neue Freundschaften und Kontakte hervorbringen. „Spielen ging zwar vorher auch noch“, erklärte Jens Klingler, „wer aber halbwegs spielen konnte, der hatte auf dieser Platte dank der hundert Löcher keinen Spaß mehr“. Wie viel Freude es nun wieder machen kann, demonstrierte er mit einem einseitigen Spiel gegen seinen designierten Nachfolger im Amt des Ersten Stadtrats. Doch für Klingler, in dessen Verantwortungsbereich das Förderprogramm als Sozialdezernent fällt, hat die Platte auch einen ernsten Hintergrund. „Dass wir als Stadt nicht einmal Geld für eine 40 Jahre alte Tischtennisplatte haben, zeigt, wie wichtig es ist, eine Person wie Schmidt zu haben, der Fördergelder akquirieren kann und in die richtigen Bahnen leitet“, sagt er. ksm

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