Lampertheim

Jahrgangstreffen 1968/69 Bürgermeister Störmer lädt in Sitzungssaal ein / Engagement gefordert

Stadt bereitet 50-Jährigen traditionellen Empfang

Lampertheim.Das Erreichen des 50. Lebensjahres ist im Allgemeinen ein besonderer Geburtstag und wird auch entsprechend gefeiert. Auch die Stadt will dem nicht nachstehen. Mittlerweile hat es sich zu einer lieb gewordenen Tradition entwickelt, den entsprechenden Jahrgang zu einem kleinen Empfang in den Sitzungssaal des Rathauses einzuladen.

Etwa 90 Jubilare konnte Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßen und auch die Politik war durch die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, den Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt sowie den Stadtrat Hans Schlatter vertreten. Natürlich gab sich auch die Spargelkönigin Christin I. die Ehre, als Störmer seine Laudatio hielt. Der erinnerte gleich zu Beginn seiner Rede daran, dass der ehemalige Bürgermeister Hans Pfeiffer diesen schönen Brauch eingeführt hat, ehe er einen Blick auf die Jahre 1968/69, die Geburtsjahre der 50-Jährigen warf. Die 68iger-Bewegung, die Proteste gegen den Vietnamkrieg, der Aufstand in Prag gegen die Sowjets oder die Ermordung Martin Luther Kings haben unauslöschliche Spuren in der Geschichte hinterlassen, meinte der Bürgermeister.

Aber es gab auch über Dinge zu berichten, die aus dem heutigen Blickwinkel kurios wirken: So hat der Passauer Stadtrat damals das Tragen von Bikinis erlaubt, die Mehrwertsteuer betrug gerade mal zehn Prozent und Heintje führte die Hitlisten an.

Das Leben hat es insgesamt gut gemeint mit den Jahrgängern, meinte der Bürgermeister. „Keine Generation vor ihnen konnte so in Frieden und unter dermaßen positiven wirtschaftlichen und sozialen Umständen aufwachsen.“ Das sei auch ein Grund jetzt, nachdem die Weichen beruflich und familiär weitgehend gestellt sind, sich vermehrt in der Gesellschaft zu engagieren. Das betrifft mit Sicherheit die ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen oder auch die soziale Mithilfe in entsprechenden Organisationen, appellierte Störmer für ein Engagement in der Gesellschaft. Dazu gehört auch letztendlich das Eintreten für Europa, fügte er hinzu und warb abschließend für die Teilnahme an den kommenden Europa-Wahlen im Mai.

Die Geburtstagskinder dankten dem Bürgermeister für seine Rede mit reichlich Beifall und nach dem offiziellen Teil konnten sich die Besucher ehemaligen Mitschülern oder alten Bekannten widmen. Da gab es viele Fragen nach dem Wohlergehen und so manche ehemalige Freundschaft wurde wieder aufgefrischt.

Mit dem Empfang war das Treffen noch nicht zu Ende. Christine Krotz und Michael Linke hatten im Schützenhaus ein nachfolgendes Beisammensein vorbereitet. sto

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