Lampertheim

Straßenbau Bürgermeister zur „nicht optimalen“ Beschilderung / Berichte über Beschwerden aus dem Tannenweg

Stadt kontrolliert an L 3110 weiter

Archivartikel

Lampertheim.Der erste Tag an der vollgesperrten L 3110 zwischen Lampertheim und Neuschloß hat einen „sehr hohen Fahrzeugdruck“ ergeben, bestätigt Bürgermeister Gottfried Störmer. Viele Autofahrer seien etwa aus Richtung Hüttenfeld gekommen und hätten nicht gewusst, dass seit diesem Montag keine Durchfahrt in Richtung Lampertheim mehr möglich ist. Diese seien von den Ordnungskontrollen zurückgewiesen worden. Durchgelassen worden seien ausnahmslos Autofahrer mit einer Ausnahmegenehmigung, gut 1000 Personen an der Zahl, so Störmer im Pressegespräch.

Darin erneuerte er auch die Kritik der Lampertheimer Verwaltung, die Baustelle sei durch die verantwortliche Planungsbehörde Hessen Mobil „nicht optimal“, etwa durch Umleitungshinweise, beschildert worden. Diese Beschilderung sei mit Unterstützung des Lampertheimer Ordnungsamtes inzwischen „angepasst“ worden.

Wie Störmer weiter berichtete, hätten in den ersten Tagen an beiden Enden der Baustrecke Ordnungskräfte gestanden, um die Verkehrssituation zu kontrollieren. Autofahrer ohne Ausnahmegenehmigung seien zurückgewiesen worden. In den Besitz dieser Genehmigungen kamen, wie bereits berichtet, ausnahmslos Bewohner des Stadtteils Neuschloß, die Erzieherinnen der dortigen Betreuungsstätte, die Eltern der dort betreuten Kinder sowie die Einsatzkräfte der Stadt Lampertheim. Wer im Besitz einer solchen Ausnahmegenehmigung ist, kann jenseits der L 3110 die Feldwege benutzen.

Nunmehr habe sich die Verkehrslage rund um die Baustelle ein wenig entspannt, berichtete der Bürgermeister jetzt. Er legt Wert darauf, dass die Alternativlösung – der Ausweichverkehr über die Feldwege – in gemeinsamen Gesprächen mit der Bevölkerung von Neuschloß erzielt worden sei. Denn inzwischen hätten sich Bewohner des Tannenwegs über die Verkehrslage beschwert. Eine Schließung dieses Weges aber würde die gefundene Lösung für die Zeit der sechswöchigen Sperrung der L 3110 zunichte machen und werde von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung im Stadtteil gewiss nicht befürwortet, meint Störmer.

Der Bürgermeister kommt mit Blick auf die von höherem Verkehrsaufkommen belasteten Bewohner denn auch zu dem Schluss, „dass man das für diese Zeit aushalten muss“. Die vorübergehende Einschränkung der Wohnqualität sei „der Allgemeinheit geschuldet“. Die Lage werde aber auch in den kommenden Tagen und Wochen „intensiv kontrolliert“, später auch stichprobenartig. Wer unberechtigt über die Feldwege fahre, werde zur Kasse gebeten. urs

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