Lampertheim

Gesellschaft Großer Andrang beim Seniorentag in der Lampertheimer Zehntscheune

„Stadt macht viel für Ältere“

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Die Bevölkerung wird immer älter, spezielle Angebote für Senioren immer wichtiger. Denn trotz hoher Zuwanderung nach Deutschland und gestiegener Geburtenrate wird sich der Trend der Überalterung auch künftig weiter verstärken. Das hat erst kürzlich die Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes ergeben. Damit steigt auch der Bedarf für Pflege-, Hilfs- oder Freizeitangebote für Senioren und deren Angehörige. Das spiegelt sich auch in Lampertheim wider.

Ein Viertel der Bevölkerung soll im Jahr 2014 67 Jahre und älter sein, besagt die bundesweite Studie. Einen Seniorenbeirat hat die Spargelstadt schon seit 2007. Der alle zwei Jahre stattfindende Seniorentag wird außerdem immer umfangreicher. Nach 14 Ausstellern in 2017 präsentierten dieses Mal schon 17 lokale Akteure und Anbieter aus der Altenhilfe ihr Angebot. Erstmals fand der Tag in der Zehntscheune statt, in den Jahren zuvor war es eine Freiluftveranstaltung auf dem Schillerplatz.

Durch eine deutlich bessere Akustik in geschlossenen Räumen waren so auch erstmals Fachvorträge möglich. Dr. Karl-Wilhelm Klingler hielt einen Vortrag mit dem Titel „Gesundheit im Alter“. Der Arzt zeigte den Gästen, wie man mit Bewegung und Ernährung Krankheiten vorbeugen und Beschwerden lindern kann. Am Mittag referierte außerdem der Zahnarzt Armin Gießmann zum Thema „Zähne im Alter“.

„Sehr informativ und nützlich“, fanden das die meisten Besucher, welche die Stuhlreihen fast bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Dagmar Hackenberg (78) und Eli Nietert (82) waren gleich von Beginn an am Morgen in der Zehntscheune und ließen keinen Stand aus. „Information kann ja nicht schaden“, meinten sie.

Lampertheimer Seniorenzentren wie das Bonhoeffer-Haus oder das Pflegeheim Mariä Verkündigung informierten ebenfalls über ihr Angebot. Darüber hinaus konnten sich Besucher über Hilfsmittel wie Rollatoren oder Treppenlifte schlaumachen. Das sei auch im Voraus, wenn man noch nicht Betroffener sei, sehr nützlich, betonten die Veranstalter.

Der Seniorenbeirat hatte den Tag gemeinsam mit dem Fachbereich Soziales und Familie von Bernd Ranko organisiert. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert super“, freute sich Beiratsvorsitzende Gerlinde Hellmuth. Lob gab es auch von einigen Besuchern: Die Stadt mache viel für Ältere. Angesichts des großen Andrangs wagte Hellmuth die Prognose, den Tag auch in zwei Jahren wieder in der Zehntscheune stattfinden zu lassen. ksm

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