Lampertheim

Kitas Katholischer Träger fordert höheren Anteil

Stadt trägt 85 Prozent

Archivartikel

Lampertheim.Bei Gegenstimmen und Enthaltungen in den Reihen der FDP hat das Stadtparlament der kommunalen Mitfinanzierung des Geschäftsträgermodells für die katholischen Kindertagesstätten zugestimmt. Demnach beteiligt sich die Stadt künftig zu 85 Prozent an der Übernahme von bislang ehrenamtlich unterstützten Verwaltungstätigkeiten durch professionelle Kräfte.

FDP-Fraktionsmitglied Carl-Christian Bergner äußerte sich in der Debatte „sehr verwundert“ über die „Unbeweglichkeit“ des Mainzer Bistums. Er sah den „Gleichbehandlungsgrundsatz“ verletzt, indem die evangelische Kirche für ihre Kindertagesstätten einen kommunalen Anteil von lediglich 30 Prozent am Geschäftsträgermodell durch das Dekanat verlange. „Eine Stadtverwaltung sollte sich nicht zwingen lassen“, meinte Bergner.

SPD: „Ungleichbehandlung“

Auch SPD-Fraktionsmitglied Lara Strubel kritisierte die „Ungleichbehandlung“ der Kommune durch die katholische Kirche. Dennoch komme die SPD der Forderung des Mainzer Bistums nach, weil sie in der Vielfalt von Trägerschaften Vorteile sehe. Grünen-Fraktionschef Stefan Nickel appellierte an die Verwaltung, in absehbarer Zeit noch einmal mit den kirchlichen Vertretern zu verhandeln. CDU-Fraktionsmitglied Alexander Scholl sah im Kostenverhältnis, wie es dem Mainzer Bistum für sein Geschäftsträgermodell vorschwebt, eine gewisse Konsequenz: Bei Altverträgen trage die Kommune ebenso 85 Prozent der Betriebskosten. Dies gelte im übrigen auch für evangelische Einrichtungen. Konfessionelle Trägerschaften sorgten für eine „enorme Breite und Qualität“. Es sei auch zu begrüßen, dass ehrenamtliche Kräfte durch professionelle entlastet werden sollen. urs

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