Lampertheim

Umwelt Jusos diskutieren digital über lokalen Klimaschutz in Lampertheim / SPD will Konzept und Klimaschutzmanager

Stadtradeln, Messe, Befragung und Förderung

Lampertheim.Am 27. März gehen auf der Erde die Lichter aus. Eine Stunde lang schalten Menschen, Städte und Unternehmen auf der ganzen Welt das Licht aus, um ein Zeichen fürs Energiesparen zu setzen. Geht es nach den Jungsozialisten der SPD, sollen sich daran auch Lampertheim und die Riedkommunen beteiligen. Die „Earth Hour“ der internationalen Umweltschutzorganisation WWF ist aber nur eine von vielen Ideen. Das machten die Jusos Ried bei einer Videokonferenz deutlich.

Bei symbolischen Aktionen wie dem Licht-Ausschalten soll es nicht bleiben – darin waren sich alle 14 Teilnehmer einig. Die Nachwuchspolitiker stellten mehrere lokale Maßnahmen vor, zu denen insbesondere finanzielle Förderungen und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zählen.

Den Anfang haben die Sozialdemokraten und die Stadt Lampertheim schon im vergangenen Jahr gemacht. Viele bereits geplante Veranstaltungen fielen allerdings der Corona-Pandemie zum Opfer. Die groß aufgelegte „Klimaretter“-Aktion soll 2021 erneut stattfinden. Dabei konnten Bürger Punkte für klimafreundliches Handeln sammeln und Prämien wie Einkaufsgutscheine erhalten. Insgesamt 77 ausgefüllte Sammelkarten mit mindestens zehn Punkten sind laut Marius Schmidt 2020 abgegeben worden. „Das zeigt: Die Lampertheimer wollen wirklich nachhaltig handeln“, folgerte der Fraktionsvorsitzende.

Nachhaltiges Konzept als Ziel

Daneben sind erneut eine Vortragsreihe und die Teilnahme am Stadtradeln geplant. Für Letzteres signalisierte auch die Verwaltung bereits Zustimmung. „Langfristiges Ziel der Lampertheimer SPD ist es, ein nachhaltiges Klimaschutzkonzept mit einem Klimaschutzmanager zu erstellen“, betonte Lara Strubel. Passend dazu habe die Firma „Wer denkt was?“ das Angebot unterbreitet, einen „Klimamonitor“ in Lampertheim zu installieren – eine flächendeckende Bürgerbefragung zum Thema Klimaschutz in Lampertheim.

Die Jusos-Ried-Vorsitzende Strubel sieht insbesondere den Erhalt des Altrheins und die Verhinderung einer waldzerschneidenden ICE-Trasse als wesentliche Beiträge für die Umwelt in der Spargelstadt. Dass sich die Jungsozialisten auch innerhalb ihrer Partei für Klimaschutz stark machen, ließe sich am Ergebnis des jüngsten Landesparteitages ablesen. Dort hatten sich die Jusos mit den Forderungen nach Klimaschutzbeauftragten in Kommunalverwaltungen und einem Landeszuschuss durchgesetzt.

Dass Maßnahmen zugunsten der Umwelt die Verwaltungen vor Ort nicht immer große Summen kosten müssen, zeigte Philipp Schönberger. Der Geschäftsführer von „Energy Effizienz“ aus Lampertheim berät Kommunen bei Konzepten und Sanierungsprojekten. Schönberger verwies auf Bundesförderprogramme für Klimakonzepte, die die Vorhaben zum Teil bis zu 100 Prozent finanzieren.

Finanzielle Unterstützung für Bürger gibt es auch in Lampertheim. Schmidt, der auch Vorsitzender des Arbeitskreises Energie und Nachhaltigkeit ist, machte auf das neue Förderprogramm mit jährlicher Kapazität von 50 000 Euro aufmerksam, mit dem unter anderem Photovoltaik, Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen unterstützt werden. Ende Januar sollen die ersten Bäume aus der abgelaufenen „Klimaretter“-Aktion gepflanzt werden, wie der künftige Erste Stadtrat Schmidt ankündigte. Auch eine Nachhaltigkeitsmesse ist in Planung.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker überregional