Lampertheim

Ausschuss Projektleiter Marius Reinbach will Thema verstärkt in die Köpfe der Menschen bringen / Fraktionen kritisieren bisherige Maßnahmen

Stadtumbau soll jetzt an Tempo zulegen

Archivartikel

Lampertheim.Den Stadtumbau beschleunigen und das Thema in die Köpfe der Menschen bringen ist das Ziel von Marius Reinbach. Der Diplom-Geograf der Nassauischen Heimstätten hat zum 1. Juni seine Arbeit als Projektleiter des Stadtumbaus aufgenommen.

Im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss berichtete er über bereits umgesetzte Maßnahmen wie Spielgeräte im Stadtpark sowie die Gestaltung von Beeten und und die Installation von Sitzgelegenheiten in der Bürstädter beziehungsweise in der Neuschloßstraße. Auf dem Weg sei hingegen ein Strategiekonzept zur Stärkung des Einzelhandels. In Vorbereitung sei auch ein Planungswettbewerb für den Umbau der Zehntscheune in ein Kulturhaus. Priorität habe der Entwurf von Studenten der Technischen Universität Kaiserslautern für die Umgestaltung des Lampertheimer Bahnhofsumfeldes (wir berichteten).

SPD-Fraktionschef Marius Schmidt begrüßte im Ausschuss, „dass in dieses Thema wieder Bewegung reinkommt“ und die Möglichkeit bestehe, „sichtbare Ergebnisse“ zu erzielen. Die Christdemokraten taten sich mit den bisherigen Ergebnissen allerdings schwer. Fraktionsmitglied Nunzio Galvagno brachte sein Missfallen über die Randgestaltung in der Bürstädter und der Neuschloßstraße zum Ausdruck. Dort seien die Bürger zudem nicht rechtzeitig „mitgenommen“ worden. Wenn das so weitergehe, „dann gute Nacht, Lampertheim“.

Bürgermeister Gottfried Störmer verteidigte unterdessen die zur Straße abgewandten Sitzgelegenheiten in der Bürstädter Straße. Davon profitierten vor allem ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen. Dass die Stadt in der Neuschloßstraße Beete angelegt habe, ohne die Bewohner zuvor zu verständigen, wollte Störmer nicht als Versäumnis sehen: „Müssen wir Bürger immer mitnehmen?“, fragte er zurück. Dass bei dieser Begrünungsmaßnahme Parkplätze weggefallen seien, wie Galvagno vermutet hatte, bestritt der Verwaltungschef.

Frank Hege (Grüne) regte in der Aussprache an, bei der Bearbeitung eines Strategiekonzepts für den innerstädtischen Einzelhandel auch die Eigentümer der jeweiligen Immobilien einzubeziehen. urs

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