Lampertheim

Musik Chor Joyful des MGV begeistert mit zwei akustischen Konzerten in der Mensa des Lessing-Gymnasiums

Stecker raus – Emotionen rein

Lampertheim.„Stecker raus“ lautete das Motto in der Mensa des Lessing-Gymnasiums. Dort gab der Chor Joyful des MGV 1840 Lampertheim am Wochenende seine beiden Unplugged-Konzerte. Über 40 Sängerinnen und Sänger hatten dafür mehr als 15 Stücke eingeübt, die ganz dem Motto entsprechend nur mit akustischer Begleitung oder sogar a capella präsentiert wurden.

Rund 230 Zuhörer waren am Samstag gekommen, um dieses Konzert mitzuerleben. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn war der Saal gut gefüllt und lautes Stimmengewirr drang nach draußen. Scheinwerfer tauchten den Raum in grünes und blaues Licht. Als der Chor mit seiner Dirigentin Elisabeth Seidl hereinkam, verstummten die Gespräche allerdings augenblicklich und die Sänger wurden mit Applaus empfangen.

Die Moderatorinnen Eva und Franziska Billau begrüßten das Publikum. „Hier sind ein Chor, ein Flügel, ein Gitarrist und ein hoffentlich leiser Schlagzeuger, dann kann es ja jetzt losgehen“, eröffnete Franziska Billau den Abend. Den Anfang machten die Musiker mit den kraftvollen Klängen von „Sweat Dreams“. Etwas ruhiger wurde es danach mit „Caravan of love“, wobei die Solisten Karl-Heinz Bettinger und Holger Schneibel mit Unterstützung des Chores brillierten. Dies gelang ebenfalls Hans-Ludwig Griesheimer, der zu „River of Dreams“ solo sang. Dabei kam zum ersten Mal die akustische Begleitung zum Einsatz. Mit Peter Schnur am Flügel, Joachim Sum an der Gitarre und Christian Dobirr am Schlagwerk übertrug der Chor seine Emotionen auf das Publikum.

Überraschenderweise verließen alle Sängerinnen plötzlich die Bühne und ließen die Männer alleine zurück. „Hinter uns formieren sich die Beatles der Nachkriegszeit“, erklärte Eva Billau den Zuhörern augenzwinkernd. So präsentierten die Männer energiegeladen „Sie liebt dich“ und „Komm, gib mir deine Hand“, bevor die Damen auf die Bühne zurückkehrten.

Eine Treppe zum Himmel baute der Chor seinem Publikum mit den Klängen von „Stairway to heaven“. Dabei trugen Ronja Deschl und Irene Weidenauer die gefühlvolle Stimmung durch ihre Soli bis in die letzte Reihe des Saales. Kurz vor der Pause brachte der Chor mit dem bekannten Gute-Laune-Lied „Happy“ ordentlich Bewegung in die Mensa. Die Zuhörer wippten im Takt der Musik und sangen den Text begeistert mit, so dass die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte.

Nach einer kurzen Pause begrüßte der Chor Joyful das Publikum mit „Zu heiß“ zurück und holte den Sommer für einen kurzen Moment noch einmal nach Lampertheim. Besonders gut kam das zweite Highlight im Publikum an. Mit viel Freude präsentierten die Sänger das Lied „Lasse redn“ von den Ärzten, bevor es mit „Back for Good“ noch einmal ruhiger und gefühlvoller wurde.

Dann folgte die nächste Überraschung, denn diesmal verließen die Männer die Bühne und die Sängerinnen blieben alleine zurück. Mit „I will survive“ bewiesen die Frauen, dass auch sie ohne ihre Kollegen bestehen können. Helene Kraft, Monica Kunzmann und Marleen Trapp brachten dabei mit ihren Soli richtig Stimmung in den Saal und rüttelten die Zuschauer noch einmal auf.

Mit dem letzten Lied des Programms wurde es besonders emotional. Die Sänger mischten sich unters Publikum und präsentierten ihre Version von Michael Jacksons „Earth Song“. Da die Zuhörer den Chor Joyful mit lautem Applaus belohnten, gab es zum Schluss noch eine Zugabe. Mit Andreas Bouranis „Auf uns“ verabschiedeten die Protagonisten ihr Publikum in den Abend.

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