Lampertheim

Umbau Gespräche mit Stadt und Kreis zur möglichen Erweiterung der Schillerschule / Im Litauischen Gymnasium wird umfassend renoviert

Steigende Schülerzahlen fordern Bildungsstätten

Archivartikel

Lampertheim.Die Kinderzahlen steigen, der Platz wird immer weniger: Im Herzen der Spargelstadt erwartet die Schillerschule immer mehr Grundschüler. „Wir werden künftig konstant dreizügig laufen“, prognostiziert Schulleiterin Annette Wunder-Schönung. Eine Erweiterung sei deshalb „dringend erforderlich“. Man sei in Gesprächen mit der Stadt und dem Kreis als Schulträger. Eine zeitnahe Lösung scheint aber nicht in Sicht.

Das Problem: Für eine bauliche Erweiterung des historischen Gebäudes ist kaum Platz, muss obendrein in Einklang mit den Belangen des Denkmalschutzes gebracht werden. Unmittelbar vor der Schule beginnt der Schillerplatz, ringsherum begrenzen Wohn- und Geschäftsgebäude sowie das Parkhaus die Möglichkeiten. Auch der Rückbau des Schulhofs, der direkt hinter dem Gebäude liegt, ist für keine Option. „Den brauchen wir, um den Bewegungsdrang der Kinder Rechnung zu tragen“, betont Annette Wunder-Schönung. Immerhin konnten in den Sommerferien aber kleinere Verschönerungsarbeiten abgeschlossen werden. Markierungen auf dem Schulhof wurden erneuert, auch die Flure erhielten einen helleren Anstrich.

Geld vom Landkreis

Außerdem hat der Kreis dem Wunsch nach drei multifunktionalen Klassenzimmern zugestimmt. Für die Einrichtung werden im Herbst 50 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Darüber freuen wir uns. Durch die neuen Möbel können die Räume morgens für den Unterricht, mittags für die Betreuung genutzt werden“, so Wunder-Schönung. Dennoch scheint langfristig eine bauliche Lösung unabdingbar. „Wir haben keine Aula, kaum Besprechungs- und Fachräume. Auch Barrierefreiheit geben die alten Räume nicht her“, untermauert die Rektorin. Die Zahlen in der Betreuung verdeutlichen das Problem: Nachdem die Schule erst im vergangenen Jahr von 75 auf 100 Plätze erweitert hat, steigt die Zahl der Betreuungsplätze auf 125 an.

Investitionen sind gutes Zeichen

Derweil wurde auch am litauischen Gymnasium gewerkelt. Die Schule hat die Bodenbeläge komplett erneuert, Wände gestrichen und die Internatszimmer renoviert. Im Herbst sollen Eingangstreppe und Heizungsanlage folgen. „Das zeigt, dass das Kuratorium in die Schule investiert und das Bestehen garantiert“, sagt die kommissarische Schulleiterin Irena Sattler. ksm

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