Lampertheim

Jugendförderung Kindercafé startet erstmals in Hüttenfeld

„Sternchen“ kommt gut an

HÜTTENFELD.So richtig weiß der kleine Tom noch nicht, ob er sich herein trauen soll. Auf Zehenspitzen schleicht er ins Bürgerhaus hinein, dann winkt ihm Mia zu und deutet auf den Platz im Sitzkreis neben ihr. „Hier ist noch frei“, ruft sie. Das Eis ist gebrochen, Tom flitzt ins neue Kindercafé und seine Mutter darf nach Hause gehen.

Auf dem Boden des kleinen Saals im Hüttenfelder Bürgerhaus sitzt schon über ein Dutzend Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Was sie genau erwartet, wissen sie noch nicht. Denn das Kindercafé findet zum ersten Mal in Hüttenfeld statt. Zustande gekommen ist die Idee bei der Zukunftswerkstatt der Jugendförderung vor einigen Monaten, in der die Wünsche der jungen Hüttenfelder erfragt wurden.

Aktiv mitgestalten

Als erstes dürfen sich die Kinder einen eigenen Namen aussuchen. „Wir wollen den Kindern nichts vorsetzen, sie sollen selbst aktiv mitgestalten“, erklärt Susanne Camus von der Jugendförderung. Gemeinsam mit Noah Keller, der gerade in seinen Bundesfreiwilligendienst gestartet ist, und einer Honorarkraft wird sie künftig das Kindercafé betreuen. Vor ein paar Jahren habe es schon einmal eine ähnliche Gruppe in Hüttenfeld gegeben, erinnert sich Camus. Dieses Mal einigen sich die Kinder auf den Namen „Sternchen“. Auch was sie eigentlich machen wollen in den zwei Stunden von 15 bis 17 Uhr, dürfen sie alle gemeinsam entscheiden.

„Wir könnten mal ins Kino gehen oder eine Hawaiiparty machen“, hat Zweitklässler Matti gleich mehrere Ideen. „Oder eine Halloweenparty im Herbst“, schlägt Camus vor. Elisa wäre schon mit Basteln zufrieden, und Lilly würde gerne eine Sportolympiade machen. „Große Ausflüge oder Übernachtungen können wir 2019 machen, alles andere noch in diesem Jahr“, erklärt ihnen die städtische Mitarbeiterin. Camus hofft, dass sie sich bis dahin eine Gruppe aufgebaut hat.

In Lampertheim wurde das Kindercafé „Pünktchen“ zu den Sommerferien wegen geringem Andrang eingestellt, in Hofheim läuft es unter dem Namen „Anton“. In Hüttenfeld soll das Angebot nun mindestens bis zu den Weihnachtsferien laufen. „Wir müssen auf den Bedarf reagieren“, weiß Camus. Nicht jeder bleibt am Donnerstag bis zum Ende, dafür kommen aus der Tischtennis-AG aus der Sporthalle nebenan noch spontan einige vorbei. Den Anfang fand Camus allemal vielversprechend. ksm

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