Lampertheim

Kommunalpolitik Sitzung der Bürgerkammer in Rosengarten

Störmer dämpft Erwartungen

Archivartikel

Rosengarten.Zur öffentlichen Sitzung der Bürgerkammer Rosengarten konnte deren Vorsitzender Oliver Schmitt am Donnerstagabend zahlreiche Mitbürger im Dorfgemeinschafthaus begrüßen. Zufrieden stellte der Vorsitzende fest, dass die Dorfgemeinschaft nur dann funktioniere, „wenn wir miteinander reden“.

Bezüglich der Ortsumgehung berichtete er, dass es keine neuen Erkenntnisse gebe. „Wir sind noch kein Stück weiter“, dämpfte er die Erwartungen. Für den Freiwilligentag am Samstag, 15. September, sei geplant, eine Sitzbank an der kleinen Begegnungsstätte zu reparieren. Die Helfer treffen sich um 10 Uhr. Bürgermeister Gottfried Störmer warb in dem Zusammenhang für noch mehr Engagement der Bürger. In Lampertheim seien 34 Projekte gemeldet.

Auf den Wunsch der Bürgerkammer, eine feste Geschwindigkeitsüberwachung in der Rüdigerstraße zu installieren, reagierte Störmer zurückhaltend. Zurzeit liefen in der Verwaltung die Vorbereitungen für den kommenden Finanzplan, erklärte er. Es stünden künftig weniger Mittel zur Verfügung als erwartet. Letztendlich müsse die Politik – sprich: die Stadtverordnetenversammlung – entscheiden, für welche Vorhaben Geld ausgegeben wird.

Dauerbrenner bei den Beanstandungen in Rosengarten ist nach wie vor der Friedhof. Unkraut sprieße, die Trauerhalle sei durch die Blätter der nebenstehenden Trauerweide beeinträchtigt, die Beschilderung verschmutzt. Hinzu komme, dass die Toilette in Sachen Sauberkeit auch nicht alle Anforderungen erfülle, außerdem fehle ein Fahrradständer. Störmer stellte fest, dass Friedhöfe immer ein Kritikpunkt seien. Aus ökologischen Gründen hätte die Stadt Naturblumen gesät. Der Bauhof mähe alle sechs bis acht Wochen. Die Toilette werde einmal pro Woche gereinigt. Das Fällen der Trauerweide sei nicht zielführend, stellte er ablehnend fest.

Bürgerideen erwünscht

Letzter Punkt der Tagesordnung war die künftige Gestaltung des alten Fußballplatzes. Zum Bolzen und für die Naherholung werde er immer noch genutzt. Die Masten einer alten Flutlichtanlage sollten aber besser demontiert werden. Die Bürgerkammer fordert die Bürger auf, Ideen für eine künftige Nutzung einzubringen. Störmer schlug ein gemeinsames Gespräch vor, um zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

Zu einem lautstarken Disput kam es am Ende der Sitzung. Zwei Bürger wollten Themen behandelt wissen, die nicht auf der Agenda standen. Schmidt erklärte, dass jeder Bürger die Möglichkeit habe, bis zwei Wochen vor der Sitzung seine Themenvorschläge einzubringen. Dazu gebe es noch einen Themenflyer, der an die Haushalte verteilt werde. Eine Diskussion über vorher ungenannte Probleme lehnte er strikt ab.

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