Lampertheim

Ferienspiele II Technische Betriebsdienste bringen Kindern handwerkliche Kniffe bei

Stresstest auf Stelzen

Archivartikel

Lampertheim.Sägen, schleifen, schrauben – Im Stadtpark wurde geschuftet, dass die Späne nur so flogen. Bei der neunten Station der diesjährigen Ferienspiele war von den Kindern ganz besonderer Einsatz gefragt. Mit den Schreinern der Technischen Betriebsdienste zimmerten die Jungen und Mädchen zwischen sechs und elf Jahren ihr Spielzeug, bevor es damit auf die grüne Wiese ging. So entstanden selbstgemachte Stelzen und das Freiluftspiel „Römische Mühle“. Auch an einer Mutprobe zwischen den Baumkronen durften sich Kinder versuchen.

„Schließlich braucht das Handwerk dringend Nachwuchs“, sagte Sabine Vilgis augenzwinkernd. Die Leiterin der Technischen Betriebsdienste war mit fünf Mitarbeitern vor Ort. Das Werkeln an der Tischbank sei für den Nachwuchs zwar spaßiger Zeitvertreib. Gleichzeitig könne man damit so früh wie möglich handwerkliche Fähigkeiten fördern und Interesse an den Berufen wecken.

Die Gärtner, bei denen Kinder eigene Blumentöpfe bemalten und sie anschließend mit Sonnenblumen und Zinnien bepflanzten, und ein Nagel-Wettbewerb am Baumstamm ergänzten das handwerkliche Angebot. „Wir haben uns am Motto ’Alte Spiele neu entdeckt’ orientiert“, erklärte Vilgis den Hintergrund der Aktionen. Der zehnjährige Elias etwa unterzog die hölzernen Stelzen nach dem Verschrauben gleich mal einem Stresstest. Er hatte den Dreh raus und auch die Stelzen hielten. Beim Zusammenbau hatte der Junge auch fachmännische Unterstützung von Arne Bähr. Der Schreiner zeigte den Kindern, wie man Holz verarbeitet.

Im Anschluss an die Ferienspiele gehen die fünf Stelzen-Paare in den Besitz des Spielmobils. Am Tisch nebenan zimmert Dieter Weidenauer mit den Kindern das Spiel „Römische Mühle“, das an Vier-Gewinnt angelehnt ist. „Wir haben rund 100 Holzklötze vorbereitet, welche die Kinder dann abschleifen dürfen“, berichtete er. Auch die traditionellen Berufe machten mit Kreativaufgaben für sich Werbung. Vom vielfältigen Angebot waren die meisten Kinder begeistert. Unter einem großen Baum standen die Ferienspielkinder Schlange, um sich von Baumpfleger Mathias Hahl am Baum festzurren zu lassen.

Dann durften sie in luftiger Höhe unter den Bäumen schwingen – gut im eigens angeschafften Klettergeschirr für Kinder befestigt. ksm

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