Lampertheim

Volksbühne Klaus Jenner bleibt Vorsitzender der Mundart-Schauspielgruppe / Peter Bischof für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt

„Stück war ein Volltreffer“

Archivartikel

Lampertheim.Der Vorstand der Volksbühne Lampertheim hatte zur Generalversammlung in das Gasthaus „Zur Krone“ eingeladen. Außer den Berichten der Bereichsleiter standen als Tagesordnungspunkte Vorstandswahlen und Ehrungen auf dem Programm. Erster Vorsitzender Klaus Jenner zeigte sich hocherfreut, viele Mitglieder begrüßen zu können und blickte auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück.

Die Spielsaison der Volksbühne geht von November bis Januar. „Insgesamt haben wir 2016/17 das Stück ‚Baim beschde Wille helfen dou koa Pille‘ 15 mal aufgeführt“, erklärte Jenner. Und nach der Seniorenvorstellung am 22. Januar 2017 wurde in der Notkirche der Saisonabschluss mit einem Essen eigner Herstellung gefeiert.

Eine Ruhepause gab es für die Theaterleute nicht, sie bereiteten sich sogleich auf den närrischen Lindwurm, der sich durch Lampertheims Innenstadt schlängelte, vor. Im vergangenen Jahr steckten die Volksbühnenmitglieder in Schneemann-Kostümen. „Wir sind von Anfang an dabei“, erklärte Jenner. Schön sei der Anerkennungsabend der Stadt Lampertheim für Ehrenamtliche gewesen. Zum vereinseigenen Videoabend flimmerte die Komödie „Schwazz gschlachd“, die 2015 Premiere feierte, über die Leinwand. Leider sei der Zuspruch nicht groß gewesen, bedauerte der Vorsitzende. Es schloss sich der Besuch der Gernsheimer Orgelpfeifen an. Treffsicher hätten sich die Volksbühnen-Mitglieder beim Ostereierschießen des Schützenvereins Hubertus gezeigt.

Spende an den Vogelpark

„Den auf 2500 Euro aufgerundeten Erlös aus der Seniorenvorstellung haben wir im April an den AZ Vogelpark gespendet“, erklärte Jenner. Damit sei der Wunsch verbunden gewesen, dass das beliebte Ausflugs-ziel erhalten bleibe. Die Theaterleute waren auch bei der Spargelwanderung mit von der Partie. Fester Bestandteil im Vereinsleben sei auch die Vatertagstour, bei der die Volksbühnenmannschaft mehrere Lampertheimer Vereine ansteuere. Im Juli besuchten die Volksbühnler das Mannheimer Schloss und den Luisenpark. Im August stand die erste Leseprobe für das neue Mundartstück „Schäfaschdinnscha“ an. Eine Verschnaufpause habe es beim Grillfest der Naturfreunde gegeben, aber gleich darauf „ging es wieder zur Sache, mit Proben und Bühnenaufbau“.

Die Mühe der Theaterleute habe sich aber gelohnt. „Wir waren ausverkauft“, verkündete der Vorsitzende. Premiere wurde am 11. November gefeiert. Jenners Dank ging an den Autor Peter Bischof, der das Werk in „Loambadda Mundaad“ umgeschrieben hatte, an die Darsteller, Souffleusen, den technischen Apparat und alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne. Sie alle hätten unglaubliche Leistungen vollbracht.

Das Publikum sei sehr zufrieden gewesen. Schon das Bühnenbild habe große Anerkennung erfahren. Erfreut berichtete Jenner, dass das neue Gesicht der Volksbühne, Michael Swietlicki, dem Verein erhalten bleibe. „Das Stück ‚Schäfaschdinnscha‘ war ein Volltreffer“, betonte Spielleiter Gerhard Baum. Schon die Proben seien sehr harmonisch verlaufen. Und während der Aufführungen hätten die Akteure ihre Rollen sehr gut gespielt.

Regisseur Baum dankte Peter Bischof für sein Durchhaltevermögen, obwohl es ihm gesundheitlich nicht immer gut gehe. Der Verein hat aktuell 592 Mitglieder. Die Gesamtsumme der Spenden, die seit 1986 aus den Erlösen übergeben werden konnten, betrage inzwischen 500 000 Euro, betonte Baum. Der Vorstand dankte der evangelischen Lukasgemeinde, die Notkirche für Proben und Aufführungen nutzen zu können, und für die Einsatzbereitschaft von Küster Hans Gierlich.

Sandra Bronnert und Nina Siegel hatten die Kasse geprüft und keine Beanstandungen gefunden. Der Vorstand wurde entlastet und neu gewählt.

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