Lampertheim

TC Hüttenfeld Verein geht mit sechs Mannschaften an den Start / Intensive Nachwuchsförderung zeigt Erfolg

Tennisspieler bestätigen Vorstand um Dirk Fischer

Hüttenfeld.40-jähriges Jubiläum, Trainer-Abgang und Jugend-Kreismeisterschaften auf der eigenen Anlage – das Jahr 2019 hielt für den Tennisclub Hüttenfeld (TCH) so manche organisatorische und finanzielle Herausforderung parat. Geht es nach den Mitgliedern, hat der Vorstand diese bestens gelöst. Sie beriefen den gesamten Vorstand bei der Generalversammlung im Clubhaus einstimmig für zwei weitere Jahre in seine Ämter. So können die Verantwortlichen vor allem mit Stolz zurückblicken – und bürdeten sich für die anstehende Saison gleich noch freiwillig ein bisschen mehr Arbeit auf.

„Wir werden uns noch einmal für die Austragung der Jugend-Kreismeisterschaften auf unserer Anlage bewerben“, kündigte Jugendwartin Claudia Schmitt-Möller an, „die Anlage war immer voll, ein riesen Erfolg.“ Für den kleinen Verein eine Chance, sich zu zeigen – auch wenn es für die Aktiven jede Menge Arbeit bedeutet. Für ihren Club, aber besonders den Nachwuchs, nehmen die Ehrenamtlichen das gerne auf sich. Ob sie den Zuschlag erhalten, entscheidet sich Ende März. Das Wort Jugendförderung schreibt man beim TCH ohnehin groß, das wurde auf der Mitgliederversammlung deutlich. Selbst den Abgang der beliebten Nachwuchstrainerin Nicky Marquard konnte der Verein wegstecken. 35 Jugendliche sind beim TCH gemeldet – und damit das Hauptstandbein des Clubs. In der vergangenen Saison zeigte sich das auch auf dem Platz: Die U12 holte den zweiten Platz, die U14 feierte in der Bezirksliga sogar die Meisterschaft. In diesem Jahr hat der TCH eine eigene U14 für Juniorinnen gemeldet. Die männliche U14 und die U12-Mädchenmannschaft treten als Spielgemeinschaft mit dem TC Lampertheim an.

Im Erwachsenenbereich gehen wie im Vorjahr die Damen 40, die Herren 40 sowie die Herren 50 an den Start. Insgesamt musste der Verein einen Mitgliederrückgang auf 116 verkraften, 25 hatten sich abgemeldet. Finanziell schlug außerdem das rauschende Fest mit Band zum 40-jährigen Bestehen negativ zu Buche. Für den Vorsitzenden Dirk Fischer hat sich das aber gelohnt. „Uns war klar, dass wir damit nichts verdienen werden, vielleicht auch ein paar Federn lassen. Man wird schließlich nur einmal 40“, betonte er und erhielt Zustimmung.

Trotz höherer Ausgaben und weniger Einnahmen konnte Finanzvorstand Jürgen Karger noch ein kleines Kassenplus vermelden – allerdings sind die Bücher noch nicht endgültig geschlossen. Üppige Rücklagen konnte man in den vergangenen Jahren nicht bilden, in fünf Jahren will der TCH aber alle Kredite abbezahlt haben. „Dann werden wir wohl aber wieder Geld für neue Anschaffungen brauchen“, kündigte Dirk Fischer schon mal an. Etwa das Dach und die Heizung hätten schon 40 Jahre auf dem Buckel. Für einen kleinen Verein mit schmalem Budget sei man aber gut aufgestellt.

Um das Missverhältnis zwischen Erst- und Zweitmitgliedschaft auszugleichen, beschloss die Versammlung den Beitrag für Letztere von 60 auf 80 Euro zu erhöhen und vier Arbeitsstunden einzuführen. Das sei immer noch fair, fand Fischer. Zum Abschluss wurden der langjährige Platzwart Rüdiger Ringenwald und Franz Koch zu Ehrenmitgliedern ernannt. ksm

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