Lampertheim

Fastnacht Lampertheimer Mondhexen Lu-La überraschen bei ihrem Ordensfest in der Zehnscheune mit einem gruseligen Programm

Teuflische Taufe in der Folterkammer

Lampertheim.So genau man auch hinschaute: Es flogen keine Fledermäuse um die Zehntscheune, an der Tür waren keine Flugbesen geparkt und auch schwarze Katzen gab es nur als Dekoration an den Wänden. Dennoch war es eine geheimnisvolle Nacht, als die Mondhexen Lu-La um ihre Owwerhexe Petra Dembski ihr Ordensfest mit einem Programm voller Überraschungen feierten.

Höhepunkt war die gruselige Hexentaufe zu vorgerückter Stunde. Mit dieser Zeremonie startete die Hexenzunft in die neue Kampagne. Sie trieb ihr Unwesen, präsentierte sagenumwobene Hexentänze und verwandelte den Saal in einen Hexenkessel. Beim Tanzen setzten die Hexen ihre Masken auf und schon glich eine der anderen und sie hatten ihren Spaß daran, nicht erkannt zu werden. Als sich die Mondhexen obendrein mit Teufel Peter Fritz zum Tanz trafen, konnten die Besucher Schabernack pur erleben.

Der Saal war schaurig dekoriert, auf der Bühne standen verwitterte Grabsteine, unweit davon war ein gruseliger Altar mit lodernden schwarzen Kerzen aufgebaut worden. Das Teuflischste, was die Hexenveranstaltung zu bieten hatte, war die Taufe. Die sechs Neuen erwartete eine große Folterwerkstatt mit allerhand Martervorrichtungen.

„Willkommen in meinem Spielzimmer“, säuselte Luzifer Peter. Er genoss seine Macht: „Ich brauche neue Untertanen, kommt zu mir.“ Und Owwerhexe Petra fragte: „Seid ihr bereit für die Hexentaufe?“ Dann wurde um Rebecca ein Joch gespannt und Stefan am Galgen gefesselt, andere kamen auf Streckbänke. „Noch seht ihr gut aus“, zischte Teufel Peter gehässig. Das sollte sich schnell ändern. Die Junghexen flogen herbei und quälten die Täuflinge auf ihre Art. Zunächst pinselten sie den Neuen Schokoladencreme auf die Gesichter, dann folgte eine Schicht Rasierschaum und zu guter Letzt: eine Portion bunte Federn.

Auf die Forderung um Einhaltung der Hexengesetze, die die Owwerhexe vorlas, riefen die Täuflinge artig: „Ja, wir gelobigen.“ Dann tauchte die Owwerhexe die Klobürste in Wasser und bespritzte damit die neuen Hexen, denen erst nach dieser Taufe der Hexenrang Novizin verliehen wurde.

Den Zuschauern zur Freude tanzten die Junghexen anschließend. Karolina präsentierte einen rasanten Funken-Hexen-Tanz, Isabell spickte ihren Tanz mit Liebreiz und Jacqueline wirbelte keck über die Bühnenbretter. Alle wurden mit Jubel und einer Rakete belohnt. Bevor es zur nächsten Ordensrunde ging, animierte Owwerhexe Petra die Narren mit dem Schlachtruf: „Alla“ und die Fastnachter antworteten: „Hex!“

Lampertheims Stadtprinzessin Julia I. und Sitzungspräsident Markus Gutschalk mit einer Abordnung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß machten ihre Aufwartung, gefolgt vom Jubiläumsprinzenpaar Alexandra I. und Jürgen I. aus Gönnheim sowie Prinz Fabio I. und dem Präsidenten Sven Otterstätter von der Karnevalsgesellschaft die Wasserhinkle Altrip. Mit dabei auch Michele Lanotte, Präsident der Limburger Hofnarren.

Die Jahresorden wurden getauscht und kleine Präsente übergeben. Während Stimmungsmacher Michael Kossmann, Fastnachter von Grün-Weiß Schönau, ein Medley sang, tanzten Hexen und Gäste Polonaise durch den Saal. Begeistert trällerten viele mit: „Denn im Wald da sind die Räuber, halli hallo die Räuber.“ Die Tür ging auf und hereinkamen nicht die Räuber, sondern die Heddesema Zahlekracher. Von den Guggemusik-Spielern gab es dann auch noch gehörig was auf die Ohren.

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