Lampertheim

Pro Hüttenfeld Beschwerden von Anwohnern häufen sich

Tierkörperbeseitigung stinkt Hüttenfeldern

Archivartikel

HÜTTENFELD.Der Verein Pro Hüttenfeld hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen in Hüttenfeld in verschiedensten Bereichen zu verbessern. Während das abgelaufene Jahr im Zeichen größerer Spenden an Hüttenfelder Einrichtungen stand, will der Verein im kommenden Jahr für die Bevölkerung besonders zwei Themen im Auge behalten: Die Geruchsentwicklung der Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) „SecAnim Südwest“ (ehemals Süpro) und eine mögliche Trassenführung der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim nahe Hüttenfeld. Das gab der Vorstand um Carmen Gaab-Edinger auf der Jahreshauptversammlung bekannt.

Eigentlich hatten die Verantwortlichen geglaubt, das Thema Geruchsbelästigung durch die TBA habe sich im Vorjahr erledigt. Damals hatte der Verein nach der Installation einer Abluft-Vorwaschanlage noch eine „echte Verbesserung“ festgestellt. In den vergangenen Monaten habe es aber erneut vermehrt gestunken, Beschwerden von Anwohnern würden sich wieder häufen. „So viel, wie in den anderthalb Jahren davor zusammen nicht“, konstatierte die Vorsitzende Gaab-Edinger. Sie vermutet einen Zusammenhang mit der Übernahme der Anlage durch die Firma „SecAnim Südwest“ im Januar.

Mehr Lebensraum für Insekten

Auch die Pläne der Deutschen Bahn bezüglich der ICE-Neubautrasse und mögliche Varianten nahe der Autobahn 67 unweit von Hüttenfeld wolle man beobachten und, wenn nötig, dagegen vorgehen. „Das sind Themen, die wir für die Hüttenfelder im Auge behalten werden“, so die Vorsitzende. Ferner will sich der Verein nach der erfolgreichen Idee der Blumenbepflanzung am Ortseingang für mehr Lebensraum für Insekten in Hüttenfeld einsetzen.

Konkreter sind bereits die Planungen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt. 2018 wurde der eintägige Markt erstmals gemeinsam mit dem Hüttenfelder Männergesangsverein durchgeführt. „Der MGV hat sich unter unserer Organisation um den Innenbereich gekümmert. Die Zusammenarbeit lief passabel und hat uns Manpower gespart“, zeigte sich Gaab-Edinger zufrieden. In diesem Jahr sind zwei Neuerungen geplant: Die Stadt stellt dem Verein künftig kostenfrei drei Weihnachtsbuden inklusive Auf- und Abbau zur Verfügung. Auch ein Vorschlag des langjährigen Rechners stieß auf Zustimmung. Um Ressourcen und Personal zu sparen, sollen Tassen künftig nicht mehr nach jedem Glühwein gespült werden. „Besucher können Tassen kaufen oder von zu Hause mitbringen“, erklärte die Vereinschefin.

Personelle Veränderungen gibt es einzig auf dem Schriftführerposten: Boris Bernady übernimmt von Annerose Herget-Tröndle das Amt bis zu den regulären Wahlen 2020 kommissarisch. Finanziell hat der Verein das Jahr mit einem leichten Minus abgeschlossen. Das sei den Spenden etwa an den TC Hüttenfeld, den Kindergarten und die Feuerwehr geschuldet.

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