Lampertheim

Kegeln Deutsche Meisterschaften begeistern / Carmen Nimis-Nießner glänzt mit 525 Holz / VLKler Ralf Schmitt landet auf Rang vier

Toller Sport auf Lampertheimer Bahnen

Archivartikel

Lampertheim.Bei den deutschen Einzelmeisterschaften der Seniorinnen und Senioren der Sportkegler am vergangenen Wochenende zeigten die Teilnehmer hervorragenden Kegelsport. Dass Kegeln ein Sport ist, den man nicht zwangsläufig mit 30 Jahren beenden muss, zeigten die Teilnehmer in allen Klassen. In drei Altersklassen traten die über 100 Teilnehmer an. Am Ende bekamen die zahlreichen Zuschauer Ergebnisse jenseits der 500er Marke und einen Bahnrekord auf den gut präparierten Bahnen in der Biedensandhalle zu sehen.

Bei den Seniorinnen C holte sich Resi Kissler vom SVS Griesheim mit 436 Holz im Vorlauf und 421 Holz am Finaltag (857) souverän den Titel. Den zweiten Platz sicherte sich Erna Frei aus Ketsch mit insgesamt 839 Holz. Dritte wurde die Titelverteidigerin Ulrike Kirchner mit 829 Holz.

Bei den Senioren C sicherte sich Herbert Janisch mit insgesamt 902 Holz den Titel. Er zeigte an beiden Tagen (453/449) bei hohen Temperaturen die konstanteste Leistung. Die Vizemeisterschaft holte sich Manfred Fabricius (894) aus Rodalben mit einem Holz vor dem Rimbacher Horst Zornmüller, der mit insgesamt 893 Holz den dritten Platz errang.

Bei den Seniorinnen B sicherte sich Jutta Obermüller vom SVS Griesheim mit insgesamt 914 Zählern den Titel. Auch sie überzeugte mit zwei gleichstarken Durchgängen (458/456). Vizemeisterin wurde Christina Kirsch (889) aus Aschaffenburg. Mit der Bestleistung von 467 Holz spielte sich Renate Müller vom ATB Heddesheim im Vorlauf an die Spitze. Am zweiten Tag konnte sie nicht mehr an diese Leistung anknüpfen, erspielte sich am Ende mit insgesamt 875 Holz dennoch den dritten Platz. Titelverteidigerin Erika Herbig vom KV Leimen konnte als 14. nicht in die Entscheidung eingreifen.

Bei den Senioren B war mit Hans Jürgen Kuhbach ein Lampertheimer am Start. Für ihn war die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bereits ein Riesenerfolg. Seine 427 Holz reichten zwar nicht für den Endlauf, brachten ihm aber den 16. Platz in der deutschen Rangliste.

Den Titel holte sich verdient Roland Walther vom TuS Gerolsheim. Mit 487 Holz im Vorlauf und seinen 476 Holz im Endlauf spielte er an beiden Tagen die Tagesbestleistung. Den Kampf um den Vizemeistertitel sicherte sich hauchdünn Gerhard Bernatz von der TSG Haßloch mit insgesamt 921 Holz vor dem Thüringer Ralf Henkel, der 920 Holz erzielte und für Eintracht Apfelstädt am Start war.

Bei den Seniorinnen A sicherte sich Carmen Nimis-Nießner souverän den Titel. Sie war bereits im Vorfeld als Favoritin gehandelt worden und erkegelte sich im Vorlauf mit 525 Holz nicht nur die Bestleistung sondern auch den Bahnrekord in der Biedensandhalle. Am Finaltag ließ sie 467 Holz folgen und sicherte sich den Titel mit 987 Holz. Silvia Timpe vom KV Rodalben schnappte sich hauchdünn mit insgesamt 937 Holz den Vizemeistertitel vor Sirkit Bühler vom KV Eppelheim, die mit 934 Holz glänzte.

Spannung bei Senioren A

Die knappste Entscheidung lieferten sich die Teilnehmer der Senioren A. Gleich achtmal fiel die magische Grenze von 500. Im Vorlauf war es Stefan Schwan aus Bad Soden-Salmünster, der mit 521 Holz die Konkurrenz anführte.

Lokalmatador Ralf Schmitt vom gastgebenden Verein Lampertheimer Kegler (VLK) war ihm allerdings mit 512 Holz auf den Fersen und sicherte sich mit Platz zwei im Vorlauf eine gute Ausgangsposition für den Endlauf. Matthias Presl (507) aus Wölfersheim, Dieter Nielsen aus Mörfelden und Gerald Heß aus Gerstädt (beide 493) waren die Verfolger der beiden. Am Finaltag eröffnete Dieter Nielsen mit 525 Holz das Rennen um den Meistertitel, mit insgesamt 1018 Holz setzte er sich vor den letzten vier Startern an die Spitze des Feldes. Als erstes verabschiedete sich Gerald Heß mit 479 Holz aus dem Titelrennen. Der Lampertheimer Ralf Schmitt kegelte bis zur letzten Kugel um den Titel mit, doch zwei leichte Fehler waren ausschlaggebend, dass er am Ende den vierten Rang belegte. Er erkegelte sich mit seinen 503 Holz am Finaltag insgesamt 1015 Zähler und ein Riesenergebnis, konnte sich aber allerdings nicht auf dem Treppchen platzieren.

Noch ärgerlicher verlief es für den Führenden des Vorlaufes, Stefan Schwan, der bis kurz vor dem Ende fehlerfrei war, aber eben nur bis dahin. Den letzten stehenden Kegel verfehlte er, erspielte sich mit seinen 500 Holz insgesamt 1021 Zähler und den Vizemeistertitel. Der lachende im Bunde war Matthias Presl, der mit 519 Holz am Finaltag auf insgesamt 1026 Holz kam und sich überraschend den Meistertitel schnappte. Dieter Nielsen wurde Dritter.

Die zahlreichen Zuschauer kamen an beiden Tagen voll auf ihre Kosten, und der gastgebende VLK wurde wieder einmal von allen Teilnehmern und Offiziellen für die tolle Anlage und die hervorragende Organisation gelobt. Nun verabschieden sich die Lampertheimer Kegler in die kurze Sommerpause. Am ersten Septemberwochenende geht es dann mit Bundesligakegeln in der Biedensandhalle wieder los. red

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