Lampertheim

ICE-Trasse Kommunalpolitiker kritisieren Positionspapier

„Tor für C-Variante geöffnet“

Lampertheim.Irritationen über das aktuelle Positionspapier des Verbandes Rhein-Neckar zur Planung einer neuen ICE-Trasse haben im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss Helmut Hummel (FDP) und Carola Biehal (SPD) geäußert. Beiden Abgeordneten erschien das Eintreten Lampertheims und weiterer Kreiskommunen für eine Konsenstrasse als nicht angemessen gewichtet.

Sie werde im Positionspapier gar nicht erwähnt, kritisierte Hummel. Damit sei das „Tor geöffnet für die C-Variante“, also eine durch den Lampertheimer Wald verlaufende Trasse. Auch Carola Biehal, die der Bürgerkammer im Stadtteil Neuschloß vorsteht, äußerte die Ansicht, die Position der Bergstraße sei im Dokument des Verbands zu vage formuliert. Bürgermeister Gottfried Störmer, der Lampertheim in der Verbandsversammlung vertritt, wies den indirekten Vorwurf der beiden Kommunalpolitiker zurück. „Dass wir an der Konsenstrasse festhalten“, werde auch nicht dadurch außer Kraft gesetzt, dass im Positionspapier die Forderung nach einem Tunnel beziehungsweise Trog geäußert werde. Vielmehr schrieben die Formulierungen eine Konsenstrasse „funktional“ fest.

Allerdings sei auch klar: Sollte es einen bergmännischen Tunnel geben, wäre dieser nach heutigem Stand der Dinge auch einer Konsenstrasse vorzuziehen. urs

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