Lampertheim

CDU Wanderung widmet sich Geschichte und aktuellen Projekten

Tour führt zurück in die Zukunft

Archivartikel

Hofheim.Die von den Hofheimer Christdemokraten organisierte Grenzwanderung feierte eine gelungene Premiere. Als „historisch, informativ und gesellig“ bezeichnete Ortsvorsteher Alexander Scholl die Idee, die hinter dem Angebot steckte und immerhin rund 20 Interessierte mobilisierte. Die Grenzdebatte innerhalb der CDU/CSU spielte dabei keine Rolle. Vielmehr drehte sich bei der Tour alles um die lokale Geschichte.

Vom Treffpunkt am Bürgerhaus ging es zunächst über den Bahnübergang Wattenheimer Weg und entlang der Bahnlinie zur Gemarkung Weschnitzgrund. Auf halbem Weg erläuterte Scholl die Historie der großen Herberge und des Bibliser Weges, der früher eine wichtige Verbindung zwischen Frankfurt und Worms war.

Damm verbreitert

Auf dem Damm ging es weiter, wobei der frisch sanierte Dammbereich speziell begutachtet wurde. Als diesbezüglicher Experte zeigte sich Landwirt Martin Bär, der einiges über die Ertüchtigung des Weschnitzdeiches zu erzählen wusste – zumal der letzte Bauabschnitt mit 1000 Meter größtenteils in der Hofheimer Gemarkung liegt. Schwerpunkt war die Dammverbreiterung, das Aufziehen einer Asphaltdecke und die Herstellung eines befahrbaren Schotterweges auf der Deichkrone, womit ein besserer Hochwassserschutz gewährleistet werden soll. Die erforderliche Dammbreite konnte in Biblis und Hofheim in Zusammenhang mit einer kleinen Flurbereinigung realisiert werden.

Gerade durch den Baustellenverkehr und den damit verbundenen Transport vieler Tonnen Erde, Steine und weiterem Baumaterial sind einige Wege extrem aufgebrochen und in Mitleidenschaft gezogen worden. Daher wollen die Christdemokraten zeitnah und mit Nachdruck mit dem Regierungspräsidium Kontakt aufnehmen, um die Wiederherstellung der Wege zu beschleunigen.

Nach der Rast auf dem Starrfelder Hof ging es auf dem asphaltierten Weg zurück, so dass der ursprüngliche Treffpunkt noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder erreicht wurde. Scholl sieht im Stadtteil Hofheim noch viel Potenzial für weitere politisch-geschichtliche Wanderungen – etwa an der Gemarkungsgrenze zu Bürstadt oder Rosengarten. Auch eine Tour, die sich den Grabensystemen widmet, scheint ihm lohnenswert.

„Wir haben hier recht viel historisches Wissen gesammelt“, betonte der Ortsvorsteher, der viel aus dem Buch über die Gewanne von Hofheims in der vergangenen Woche zu Grabe getragenem Heimatforscher Hans Heim zitiert hatte. fh

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