Lampertheim

Litauisches Gymnasium Workshops, Musik und Tanz begleiten Johannisfest

Traditionelle Bräuche und Feuer sollen Glück bringen

Archivartikel

HÜTTENFELD.Wenn die Sonne im Juni ihren höchsten Stand erreicht, erleuchten traditionelle Johannisfeuer die Mitsommernächte in fast ganz Europa. Das Litauische Gymnasium in Hüttenfeld feierte am Wochenende sein Johannisfest sowohl mit einer Schul- als auch mit einer Abendveranstaltung.

Am Mittag nahmen die Schüler an diversen, thematisch passenden Workshops teil. In den Workshops „Ein Herz für Litauen“ oder „Leben ist Bewegung“ beschäftigten sich die Jungen und Mädchen mit landestypischer Kunst, Musik und Tanz. Traditionell flochten viele Schüler und Besucher eigene Johanniskränze als Kopfschmuck aus gesammelten Gräsern, Ähren und Blumen. Der öffentliche Teil des Tages begann mit einer ökumenischen Andacht, zelebriert vom evangelischen Pfarrer Reinald Fuhr und seinem katholischen Amtskollegen Virginijus Grigutis.

Der Eröffnung durch die Schulleiterin Janina Vaitkiene folgten ein Schülerkonzert und ein geführter Rundgang durch Schloss und Schule. Auf dem Basketballplatz maßen sich Schüler in der landestypischen Sportart.

Ausklang im Schlosspark

Nach dem schulinternen Teil am Nachmittag ließ die litauische Gemeinde den Abend im Schlosspark mit Musik, Tanz und dem großen Feuer ausklingen. Während zum Abschluss noch einmal die Musiker im proppevollen Schlosssaal ihr Können zeigten, füllte sich der Park langsam. Viele kamen in traditionellen, litauischen Trachten und erwarteten im Festzelt oder einfach auf Picknickdecken das große Johannisfeuer, das allen Gästen Glück bringen soll.

In der katholischen Christenheit ist der Johannistag das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni, steht aber seit jeher eng in Verbindung mit dem Datum der Sommersonnenwende zwischen dem 20. und 22. Juni. Neben dem Johannisfeuer, das dem Volksglauben nach Dämonen, Krankheiten und beispielsweise Hagelschäden abwenden soll, sind mit dem Fest viele musikalische und naturnahe Bräuche verbunden.

In Teilen des Baltikums ist der Tag sogar einer der wichtigsten Feiertage im Jahr. Das litauische Gymnasium hatte das diesjährige Fest wegen der frühen Sommerferien allerdings nach vorne verlegt. ksm

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