Lampertheim

DLRG Sportveranstaltung mit rund 500 Athleten im Juni abgesagt / Anmeldungen bleiben bestehen

Triathlon auf das kommende Jahr verschoben

Archivartikel

Lampertheim.Auch der Lampertheimer Triathlon fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Statt wie geplant im Juni diesen Jahres findet die 25. Auflage des EWR-Triathlons am 27. Juni 2021 statt. Das teilte der Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf Anfrage dieser Redaktion mit. Für die Athleten entstünden dadurch keine Nachteile, betonte Chef-Organisatorin Susanne Hanselmann.

„Die gegenwärtige Lage verbietet Großveranstaltungen bis in den August“, erklärte die DLRG-Vorsitzende den gesetzlichen Hintergrund. An einer Verschiebung habe deshalb kein Weg vorbei geführt. Um früh Klarheit zu schaffen, habe man sich schon vor Wochen, noch bevor die Bundesregierung „Großveranstaltungen“ per Definition genauer festlegte, um einen Ausweichtermin im Herbst bemüht.

„Leider konnten wir gemeinsam mit der Stadt Lampertheim und den Biedensand-Bädern keine Alternative in diesem Jahr mehr finden“, berichtete Hanselmann. So findet das kleine Jubiläum des Triathlons mit dem 25. Startschuss am Badesee fast exakt ein Jahr später im Sommer 2021 statt. Bereits bestehende Anmeldungen behalten zunächst ihre Gültigkeit und berechtigen zum Start im Folgejahr – wer diesen Termin nicht wahrnehmen kann, erhält die bereits bezahlte Gebühr wieder zurück.

Vor gut sechs Wochen habe man dafür alle 200 vorgemeldeten Sportler kontaktiert. Für den Veranstalter besonders erfreulich: Lediglich drei Athleten forderten ihr Geld zurück, einige wandelten die Startgebühr gar in eine Spende um. Stornogebühren entstanden den Athleten nicht. Während es für die Sportler keinen finanziellen Nachteil gibt, ist die Absage für die DLRG ein harter Schlag ins Kontor. Der Triathlon ist schließlich die Hauptveranstaltung der Lebensretter und die größte Einnahmequelle des Jahres.

„Ja, uns fehlt jetzt ein großer Batzen Geld. Aber wir kriegen das schon irgendwie hin“, sagte Susanne Hanselmann. Weil aktuell auch alle Bewachdienste ausfallen, will die DLRG „den Gürtel enger schnallen“. Die Vorsitzende sieht es pragmatisch: „Die Krise betrifft uns eben alle.“ Zwar liefen viele Kosten weiter, jedoch könne man etwa an Strom und Benzin auch sparen. Notfalls, so Hanselmann, gehe es an die in den vergangenen Jahren erwirtschafteten Rücklagen. Weitere große Ausgaben, wie etwa der jüngste Hallenanbau am Vereinsgelände am Weidweg, seien nicht geplant. „Wir hoffen, dass jetzt nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt“, so die Vorsitzende. Das Geld aus den bestehenden Anmeldungen wollen die Lebensretter erst einmal nicht anrühren.

Der Dank der Organisatoren ging nicht nur an die Sportler, sondern auch an ihre Sponsoren. Von großem Entgegenkommen und Kulanz ist beispielsweise die Rede, weil bereits hergestellte Shirts und Badekappen von Partnerfirmen ohne Kosten eingelagert wurden.

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