Lampertheim

WSV Simon Specht holt Silber und Bronze bei Deutschen Kanurennsport Meisterschaften / Sportwart Brechenser mit Ergebnissen sehr zufrieden

Triumph für Lampertheimer Nachwuchspaddler

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Der Wassersportverein Lampertheim (WSV) hat auch im Jahr 2018 eine der besten Nachwuchsabteilungen Deutschlands. Von den diesjährigen 97. Deutschen Kanurennsport Meisterschaften in Hamburg kehrten 13 Lampertheimer Teilnehmer mit etlichen Finalteilnahmen und zwei Medaillen heim. Beim Sportlerempfang auf dem Vereinsgelände am Montagabend zeigten sich die Verantwortlichen stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge.

Von Mittwoch bis Sonntag hatten die Wassersportler aus der Spargelstadt in Vor-, Zwischen- und Endläufen beim Wassersportzentrum Hamburg-Allermöhe gegen insgesamt 113 Vereine aus ganz Deutschland um Medaillen gekämpft. Schon bei der Süddeutschen Meisterschaft vor gut acht Wochen hatten die Spargelstädter 53 Medaillen erpaddelt. „Wir wussten, dass wir in der Jugend gut aufgestellt sind. Aber eine Deutsche Meisterschaft ist noch mal eine andere Nummer, hier treten Athleten aus Sportinternaten an“, erklärte Sportwart Dieter Brechenser Eltern und Vereinsmitgliedern. Deren Trainingspensum sei fast schon ein hauptamtlicher Job. „Wir müssen in Lampertheim einen anderen Weg finden, in die Spitze vorzudringen“, so Brechenser.

Das gelang der Talentschmiede vom Altrhein offenbar trotz widriger Bedingungen in der Hansestadt. Weil nämlich zu wechselhaftem Gegenwind auch noch einige Formatänderungen kamen, gehörten „zerschlagene Paddel“ und „kaputte Boote“ bei „Chaosrennen auf der Langstrecke“ zur Tagesordnung. Die 5000 Meter seien nicht mehr auf einer 2000 Meter langen Schleife, sondern auf einer 1000 und anschließenden 500 Meter langen Teilstrecken zwischen Bojen gefahren worden. Weil alle fünf Minuten ein Rennen startete, das mitunter 25 Minuten dauern konnte, sei die Verwirrung mit diversen Bootsklassen gleichzeitig auf der Strecke groß gewesen.

Am besten kam damit vom WSV Simon Specht zurecht. Als erfolgreichster Athlet der Süddeutschen Meisterschaft angereist (sieben Goldmedaillen) bewies er auch bei den bundesweiten Titelkämpfen seine Klasse. Sowohl über 200, 500, 1000 und 5000 Meter erreichte er die Finals. Während er auf der kürzesten Strecke noch den „Blechrang“ belegte, paddelte er über 500 und 1000 Meter mit einem „wahnsinnigen Endspurt“ zu Bronze und Silber. Über seine Paradestrecke, die 5000 Meter, sah es lange gar nach Gold aus, bis der Jugendliche wenige Meter vor dem Ziel, in Führung liegend, kenterte.

„Wir wissen, er ist der Beste“

„Wir wissen aber, er ist der beste 5000 Meter Paddler Deutschlands“, betonte Dieter Brechenser. Außerdem darf das Nachwuchstalent durch seine herausragenden Leistungen die Deutsche Nationalmannschaft bei der „Olympic Hopes“- Regatta in Posen (Polen) vom 14. bis 16. September vertreten. Teamkollege Janek Soballa verpasste seine Teilnahme mit einem sechsten Platz im B-Finale nur knapp.

Bei den Schülerinnen erreichten Franka Thierfelder und Klara von Allwörden die Finals und gehörten auch im Vierer für Team Hessen zu den acht besten Booten Deutschlands. Merlin Treuer und Marcel Blum schlugen sich als Neulinge in der Juniorenklasse wacker und erreichten Topplatzierungen in den B-Finals. „Damit hat der WSV erneut bewiesen, dass er zu den besten Vereinen Deutschlands zählt und immer für eine Medaille gut ist“, stellte der Sportwart zufrieden fest. ksm

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