Lampertheim

Landtagswahl SPD-Chef besucht AWO-Kleiderkammer

„TSG“ packt schon mal die Koffer

Archivartikel

Lampertheim.Der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf und Thorsten Schäfer-Gümbel packt schon mal die Koffer. Nicht für Wiesbaden, sondern für Rumänien. Der Spitzenkandidat der hessischen SPD macht gestern Station bei der Kleiderkammer der AWO. Mit „Dankbarkeit und Anerkennung für Menschen, die hier Wertvolles leisteten – noch dazu im hohen Alter“, begründet Schäfer-Gümbel seinen Besuch drei Monate vor der Hessenwahl.

„Eine große Ehre für uns“, freut sich die Vorsitzende der Lampertheimer AWO Walburga Jung. Die 80-Jährige begrüßt den Gast aus Lich, der einige Lampertheimer Sozialdemokraten mitgebracht hat, darunter den Direktkandidaten für die Landtagswahl Marius Schmidt, der den Termin in der Kleiderkammer vermittelt hatte. Später geht’s noch nach Heppenheim, wo Gespräche mit Sozialverbänden geplant sind.

Die Ehrenamtlichen bereiten an diesem Morgen eine Kleiderspende nach Rumänien vor. Schäfer-Gümbel will und darf mitmachen. „Aber schön zusammenlegen!“, mahnt eine der Helferinnen. Was nicht nötig gewesen wäre. „TSG“, wie Thorsten Schäfer-Gümbel auch genannt wird, faltet T-Shirts, Blusen und Oberhemden akkurat auf Kante. Schwierige Aufgaben ist er gewohnt. Der 48-Jährige bezeichnet sich als „ordnungsliebend“: „Wenn ich Zeit habe, kümmere ich mich auch zu Hause um die Wäsche, und beim Aufräumen kann ich mich entspannen.“ Bei den Helferinnen kommt sein Engagement sichtlich gut an. Später legt Marius Schmidt die gefaltete Kleidung in die bereitgestellten Koffer. Drei waren vorgesehen, am Ende sind es fünf. „Das türkische Brautkleid tun wir auch noch rein“, entscheidet Walburga Jung, „wir werden es hier ja doch nicht los.“

Kleiderspenden hätten sie genügend, berichtet die Vorsitzende. Nur rund ein Drittel werde vor Ort benötigt. Sorge bereite ihr dagegen der fehlende Nachwuchs: „Unsere älteste Helferin ist 83, die jüngste 76.“ Daran werde der prominente Besuch nichts ändern. Aber von der Aufmerksamkeit, die „TSG“ erregt – da ist sich Walburga Jung sicher – könne die Kleiderkammer nur profitieren.

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