Lampertheim

London Pub Zu den Klängen der Band Sikurbano hält es die Besucher nicht lange auf den Plätzen / Auf den Straßen von Havanna flaniert

Unbeschwerte karibische Lebensfreude zelebriert

Lampertheim.Schon vom Wetter her war der Freitag ein wunderschöner Tag. Man hätte glauben können, der Sommer sei zurück. Doch vor allem der Abend hatte es in sich. Der wurde heiß und erfrischend zugleich. London-Pub-Besitzer Friedrich Hackstein hatte die Band Sikurbano eingeladen, deren Mitglieder mit Sonne im Herzen karibische Lebensfreude zelebrierten und unbeschwert in eine exotische Welt entführten.

„Dieses Mal ist die Band in einer anderen Besetzung zu Gast“, erklärte Hackstein zur Begrüßung und freute sich über eine volle Kneipe. Zum Lampertheimer Pärchen Ruth Müller (Gesang) und Ricardo Alvarez (Gitarre) gesellten sich der musikalische Allrounder Lorenzo Guillen (Perkussion, Gitarre, Gesang), ehemals aus der Dominikanischen Republik kommend und jetzt in Heidelberg wohnend, der aus Kuba stammende Bassist Duavel César Acosta und Miguel Adriano, der Schlagzeuger aus Ecuador. Gemeinsam präsentierten sie großartige Musik aus der Karibik und Lateinamerika. Die Leidenschaft der Musiker übertrug sich auf die Besucher. Alsbald fuhren ihnen die Rhythmen in die Körper und animierten sie zum Tanzen und zum Feiern. Zuerst wiegten sich die Musikfans noch sanft im Takt der Melodien, dann rutschten sie munter auf den Stühlen hin und her, bis einige nicht mehr zu halten waren und ein Tänzchen zwischen den Stuhlreihen wagten. Ein paar Handgriffe nur, und schon hatte der Kultur-Kneipenwirt mehr Platz für die Tanzenden geschaffen.

Ruth Müller begann den Gute- Laune-Liederreigen und sang von Liebe, Sonne und Gefühlserregungen. Zu hören waren Klassiker, aber auch Reggaeton. Und selbstverständlich durfte das kubanische Lied „Guantanamera“ nicht fehlen. Schon nahmen die Musiker ihre Gäste mit auf die Straßen von Havanna, auf denen lebensfrohe Menschen flanieren oder eine Bar aufsuchen. Später gab Lorenzo Guillen eine eigene kleine Show; er wurde dabei von der Rhythmusgruppe unterstützt.

Der temperamentvolle Musiker drehte zur Höchstform auf. Während seines Potpourris mit Liedern über die kubanische Hauptstadt brauchte er nicht zum Tanzen zu animieren. Etliche Tänzer waren schon aufgesprungen und passten ihre Tanzschritte der schnellen Musik an. Guillen war in seinem Element. Aber er kann auch anders, beispielsweise mit romantischen Interpretationen. Und wieder schallte ihm Jubel entgegen.

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