Lampertheim

Kultur Neujahrskonzert mit Starkenburg Philharmonikern am Sonntag in der Hans-Pfeiffer-Halle schon fast ausverkauft / Dirigent Günther Stegmüller erläutert Programm

„Unsere Musik soll Spaß und Freude vermitteln“

LAMPERTHEIM.Eine niederländische Virtuosin an der Violine, ein renommierter Tenor aus Mexico, ein Tanzensemble und vor allem Orchestermusik, die Lebensfreude und Seelenfrieden schenkt – das verspricht das achte Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker am Sonntag, 13. Januar, in der Hans-Pfeiffer- Halle. Ab 17 Uhr spielt das 55-köpfige Sinfonieorchester unter Leitung von Günther Stegmüller Stücke von Lehár, Smetana, Strauss, Saint-Saens und anderen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Freunde, das Leben ist lebenswert“. Viele Karten gibt es für die Veranstaltung von Stadt und Bürgerstiftung nicht mehr.

Von Nachrichtenlage angeregt

Das Motto, erklärt Stegmüller im Gespräch mit dieser Zeitung, sei ihm angesichts von täglichen Nachrichten über Krieg, Anschläge, Katastrophen und Krankheiten eingefallen. „Wir wollen mit unserer Musik wieder Spaß und Freude vermitteln, denn das Leben ist trotz allen schlimmen Nachrichten sehr lebenswert und hat so viele schöne Aspekte. Die wollen wir musikalisch betonen“, kündigt der Dirigent an. Das soll durch einen „bunten Reigen“ aus großen, klassischen Werken der Orchestermusik genau wie durch populäre Stücke gelingen. Durch den Mix versprechen sich die Verantwortlichen einen schwungvollen und kurzweiligen Abend.

Ergänzt wird Stegmüllers musikalisches Programm durch Auftritte von Solokünstlern. In diesem Jahr hat der Dirigent die niederländische Violinistin Yvonne Smeulers gewonnen. Frühe Bekanntheit erlangte die Ausnahmegeigerin bereits im Alter von zehn Jahren, als sie im Concertgebouw in Amsterdam das anspruchsvolle Tschaikowsky-Violinkonzert spielte. Seitdem ist sie eine gefragte und prämierte Künstlerin, die als Solistin mit internationalen Orchestern auftritt. Ihr männliches Pendant als Solokünstler ist am Sonntag der Tenor Antonio Rivera. Seine gefragte Opernstimme führte den in Mexico aufgewachsenen Sänger schon in viele große Konzerthäuser. Inzwischen in Deutschland lebend wirkte der Tenor auch schon mehrfach bei Konzerten der Starkenburg Philharmoniker mit, im vergangenen Jahr begeisterte er das Publikum in der Hans-Pfeiffer-Halle im Solo und Duett.

Was zum Hingucken

Neben Hörfreuden verspricht das Konzert aber auch solche für die Augen. Beim Neujahrskonzert tritt nicht wie sonst üblich ein Tanzpaar, sondern mit Desirée Bierouski, Sophie Schütz und Eugen Plotnikov diesmal ein dreiköpfiges Ensemble auf.

Die Moderation des Abends übernimmt erneut Dagmar Weber. „Es ist für jeden etwas dabei“, ist sich Stegmüller angesichts des Programms sicher. Das Wichtigste sei, den Menschen mit der Musik zwei bis drei Stunden Frieden und eine schöne Zeit zu schenken. Geht es nach dem Dirigenten, so sollen die Besucher den Abend genießen und wenigstens für kurze Zeit nicht an das Leid, sondern an die schönen Seiten, die das Leben bereit hält, denken.

Stegmüller hat die Starkenburg Philharmoniker 2003 gegründet und leitet das regionsverbindende Orchester seitdem. Es besteht aus professionellen Künstlern und talentierten Hobbymusikern.

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