Lampertheim

Baugenossenschaft Integrationslotsin Irina Findling will Neubürgern helfen

Unterwegs als Brückenbauer

Lampertheim.Die Baugenossenschaft Lampertheim um Geschäftsführer Wolfgang Klee wollte das jüngste Pressegespräch nutzen, um die zertifizierte Integrationslotsin in ihrer Einrichtung, Irina Findling, bekannter zu machen. „Als ich nach Deutschland kam, wurde mir nicht geholfen“, erinnerte sich Findling. Die Neubürger sollten es besser haben.

Findling wurde in Usbekistan, einer damalige sowjetischen Teilrepublik, geboren. Sie spricht Deutsch und Russisch. Für ihre ehrenamtliche Aufgabe bringt sie Zeit und Geduld mit. So unterstützt ein Integrationslotse bei Behördengängen, übernimmt Übersetzungstätigkeiten, baut sprachliche Barrieren ab und vermittelt in interkulturellen Konfliktsituationen.

„Integrationslotsen sind eine Art Brückenbauer und vermitteln zwischen den vielfältigen Bedürfnissen, Erwartungen und Sichtweisen von Migranten, Migrantencommunities und dem Bedarf, den Erwartungen und Anforderungen von staatlichen, kirchlichen und anderen Trägern der Aufnahmegesellschaft für ihre gelingende Integration“, erklärte Silke Reis vom Fachdienst Ehrenamt und Vereine der Stadt Lampertheim. Im Bereich der Baugenossenschaft könne die Aufklärung der Integrationslotsin auch schon mal bei einfacheren Angelegenheiten, etwa bei der Mülltrennung und Hausordnung, hilfreich sein.

Sprechzeiten dienstags

Seit drei Jahren ist Irina Findling bei der Lampertheimer Baugenossenschaft einmal in der Woche tätig. Auch wenn etliche Bürger jetzt die Möglichkeit nutzten, so würde sich der Geschäftsführer freuen, wenn ihre Hilfe noch mehr in Anspruch genommen werde.

In der Baugenossenschaft sind ihre Sprechzeiten dienstags von 10.30 bis 11.30 Uhr. Eine Terminvereinbarung außerhalb der Sprechzeit ist auch möglich. Zuvor hält Irina Findling eine Sprechstunde in der Goetheschule ab; von 9.30 bis 10.30 Uhr. roi

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