Lampertheim

Konzert Bands „Jolly Roger“ und „Remember“ begeistern auf Open-Air-Bühne

Urlaubsstimmung am Neurhein

Archivartikel

Lampertheim.Der Samstag war ein wunderschöner Sommertag, der von einer lauen Nacht abgelöst wurde: die richtige Witterung für ein Open-Air-Konzert. Und es wurde ein Nachmittag und Abend voller Musik auf dem großen Außengelände der Gaststätte „Zum Neurhein“.

Zunächst trat die Rockband „Jolly Roger“ aus Heidelberg auf, später die Tanz-Show-Party-Band „Remember“ mit dem Lampertheimer Gitarristen Harro Baur und Schlagzeuger Hans-Jürgen Götz. Da auch die Inhaberin des Lokals „Zum Neurhein“, Anni Schlömp, in ihrem Geschäft stark von den Corona-Regelungen betroffen war, wollten sie die beiden Bands finanziell unterstützen. „Die Gaststättenbesitzerin macht viel für Lampertheim, und darum wollen wir Bands einen kleinen Beitrag leisten und verzichten deshalb auf einen Teil unserer Gage“, erklärte Baur.

Erste Veranstaltung seit Lockdown

Der Plan funktionierte insofern, dass die Bands zahlreiche Besucher anlockten, die sich von der Musik begeistern ließen und an ihren Tischen schlemmten. Über die hungrige und durstige Gästeschar freute sich Anni Schlömp: „Die Idee ist super. Es ist die erste Veranstaltung seit Ausbruch des Covid-19-Virus.“

Auch die Gäste schwärmten: „Hier am Neurhein ist es wie im Urlaub.“ Dazu wehte eine sanfte Brise, und die Sonnenstrahlen ließen auf dem Wasser funkelnde Sterne tanzen. Lautlos glitten voll beladene Containerschiffe vorüber.

Roland Nießner (Gitarre, Gesang) der Gruppe „Jolly Roger“ erklärte, dass die Musiker elektronisch, aber auch akustisch unterwegs seien. Die Band spielte Titel von Deep Purple, Pink Floyd oder Joe Cocker. Mit ihrer Spielfreude und der hochwertigen, kräftigen Covermusik heizten die Musiker um Sänger Dierk Isermann den Besuchern ein. „Wir spielen hobbymäßig“, sagte Roland Nießner. Für die Band war die Bühne am Neurhein eine Premiere. Wegen der Corona-Pandemie seien ihr bislang rund zehn Veranstaltungen durch die Lappen gegangen. „Wir machen das gerne, für einen kleinen finanziellen Betrag zu spielen“, sagte Nießner, „so hat jeder etwas davon. Die Gastronomie leidet unter der aktuellen Situation. Außerdem ist das hier eine tolle Location.“

Keyboarder Chris Teufel musste einen wahren Tasten-Marathon durchhalten, denn er spielte in beiden Bands mit. Nach der Stärkung in Form einer Portion Schnitzel ging es für ihn mit der Formation „Remember“ in die zweite Runde. Auch diese Band hatte gute Laune mitgebracht, die sich auf die Musikfans übertrug.

„Hallo Worms“, witzelte Gitarrist Jonas Weyand. Der Trick funktionierte, die Besucher stellten lauthals klar: „ Lampertheim!“ Schon der Titel „Dancing On The Ceiling“ brachte das Publikum auf Touren. „Walking On Sunshine“ motivierte zum Tanzen am Platz.

Bald wagten sich die ersten Tänzerinnen auf den, von der Sonne verbrannten, Rasen. Ob in Turnschuhen, Flip-Flops oder barfuß, die Besucher rockten vor der Bühne. Spezialgast Helmut Wehe konnte der Stimmung noch eins obendrauf setzen – mit Titeln von Udo Jürgens und italienischen Schlagern. roi

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