Lampertheim

Lebenshilfe Jubiläum und Sanierung im Mittelpunkt

Verein zieht positive Jahresbilanz

Archivartikel

Lampertheim.Die Lebenshilfe Lampertheim hat schon besser besuchte Jahreshauptversammlungen erlebt. Als Vorsitzender Günther Baus die Veranstaltung am Mittwochabend Punkt 20 Uhr eröffnete, war der große Saal der Frühförderstelle nur sehr spärlich besetzt. „Es ist wohl einfach zu heiß“, äußerte Baus seine Theorie zur mangelhaften Resonanz. Selbst die an diesem Abend zu ehrenden Jubilare waren nicht erschienen, weshalb der entsprechende Tagesordnungspunkt ersatzlos entfiel. Ansonsten gab es aber keinen Grund, Trübsal zu blasen, Baus’ Jahresbericht gestaltete sich durchweg positiv.

Fest angestellt arbeiteten 2017 16 Mitarbeiter in der Kindertagesstätte Schwalbennest und 14 in der Frühförder- und Beratungsstelle. Dazu kamen zwei Verwaltungskräfte, eine Hauswirtschaftskraft, eine Person auf einem betriebsintegrierten Beschäftigungsplatz und drei Praktikanten.

Als Höhepunkt des zurückliegenden Geschäftsjahres nannte Baus die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen, zu deren Auftakt am 11. März die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt, als Gastrednerin gekommen war. Überdies gab es Neuerungen. Seit Januar 2017 arbeitet die Lebenshilfe mit dem Busfahrdienst der Viernheimer Johanniter zusammen. So möchte man sicherstellen, dass ein qualitativ hochwertiger Fahrdienst ohne kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle und mit geschultem Personal gewährleistet werden kann. Weiterhin hat der Verein die Hausmeistertätigkeit an eine entsprechende Firma abgetreten.

Sanierung läuft

Schon im Frühjahr 2016 hatte sich der Vorstand dazu entschieden, ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die in die Jahre gekommene Kindertagesstätte auf den Weg zu bringen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im Spätjahr 2017 begonnen. Eine Summe von etwa 50 000 Euro wird für diese erste Phase und den Einbau neuer Fenster investiert. Die Stadt Lampertheim trägt 50 Prozent der Kosten. Das Programm läuft über mehrere Jahre und soll eine vollständige Sanierung gewährleisten. Was die finanzielle Situation der Frühförder- und Beratungsstelle angeht, wurde für die Jahre 2016, 2017 und 2018 ein tragfähiger Kompromiss gefunden. So dürfen zum Beispiel vereinsseitig zu tragende Defizite aus dem Therapiebereich die Mieteinnahmen aus diesem Sektor nicht übersteigen.

Viel Lob erntete der Elternbeirat der Kita. Baus bezeichnete ihn als „hochgradig aktiv“. Egal ob Umzüge an Fasching oder St. Martin, die Mitwirkung bei Festen oder die reibungslose Zusammenarbeit mit den Angestellten des Kindergartens, stets zeigten sich Eltern hochmotiviert. Baus wagte auch einen Ausblick: Das Zusammenwirken mit anderen Ortsvereinigungen wolle man intensivieren. Die Möglichkeit zur Gründung einer Kreisvereinigung werde geprüft und vorangetrieben.

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