Lampertheim

Vereine brauchen Nachwuchs Neue Serie stellt Beispiele und Konzepte vor / Auftakt mit dem Fußballverein Hofheim

Vereine bieten Jugendlichen ein Zuhause

Archivartikel

Hofheim.Die Jugendarbeit genoss beim FV Hofheim schon immer einen enormen Stellenwert. Ohne eine kontinuierliche Jugendarbeit wäre es dem FVH auch nicht möglich, im Erwachsenenalter zwei Mannschaften zu stellen. „Jugendliche sollen beim FVH ein Zuhause finden und in der Gemeinschaft Toleranz, Verständnis, Freude und Spaß im Verein genießen“, verdeutlicht der langjährige Vorsitzende Michael Stoltz, der zuvor selbst viele Jahre die Jugendabteilung der Blau-Weißen leitete.

Der Verein bietet Fußballtraining für alle Altersgruppen und die Ballschule zum spielerischen Erlernen des Umgangs mit dem Ball für Kinder ab drei Jahren an. Alle Mannschaften nehmen an Meisterschaften und Fußballturnieren teil. Neben dem Fußball gibt es gemeinsame Ausflüge und Besuche von Veranstaltungen, wie etwa Schwimmbadbesuche, Campingwochenenden, Ausflüge zum Lasertag oder zum Fußballgolf nach Dirmstein.

Dank Trainern und Eltern kann der FVH eine optimale Ausbildung gewährleisten. Allerdings ist es auch für den FVH immer schwieriger, engagierte Trainer und Eltern zu finden. „Die Bereitschaft, Zeit für die Kinder und die Mannschaft zu investieren, nimmt ab“, hat Stoltz festgestellt. Ebenso haben sich die Interessen und Prioritäten von Jugendlichen, speziell der älteren Jahrgänge, in den letzten Jahren geändert.

Problem: lange Unterrichtszeiten

Nachdem die Blau-Weißen fast immer alle Jugendjahrgänge durchgehend besetzt hatten, wird es auch für die Hofheimer immer schwieriger, die älteren Jugendteams von der C- bis zur A-Jugend selbst zu melden. Eine veränderte Interessenlage, weite Schulwege, lange Unterrichtszeiten oder das Absolvieren einer Ausbildung spielen dabei eine Rolle, dass die notwendige Anzahl von Spielern nicht mehr erreicht werden kann. Durch eine Kooperation mit dem JFV Biblis/Nordheim/Wattenheim können in den hohen Altersklassen den Hofheimer Jugendlichen dennoch Trainingsmöglichkeiten angeboten werden.

Mit vielen Aktionen wie etwa einem Schnuppertraining und der Kooperation mit anderen Vereinen sind die Verantwortlichen bemüht, die Jugendabteilung auf Kurs zu halten. Etwas wehmütig erinnert sich Stoltz an frühere Glanzzeiten. Spielerisch dürfte es der größte Erfolg des FV Hofheim gewesen sein, dass aus ihm Bundesligaspieler und Nationaltorhüter Timo Hildebrand hervorgegangen ist. Andere Torhüter und Spieler schafften es bis zur Oberliga. Bei den aktuellen Mannschaften werden regelmäßig Kreismeisterschaften bestritten.

Jugendliche werden persönlich angesprochen, sich sportlich zu betätigen und Teil eines Teams zu werden. „Unser Ziel ist es auch, den in Hofheim zugezogenen Kindern und Flüchtlingen eine sportliche Heimat zu geben“, unterstreicht Bärbel Kaltenecker, seit 2018 Jugendleiterin beim FVH. Überhaupt ist bei der Familie Kaltenecker vieles auf den FV Hofheim ausgerichtet. Sohn Max spielt seit 2009 bei den Blau-Weißen, Ehemann Martin betreut seit 2015 Jugendteams. Bärbel Kaltenecker hält auch die Unterstützung der Eltern für eine gut funktionierende Jugendarbeit für enorm wichtig. „Erfolgreiche Ziele der Jugendlichen können nur durch verständnisvolle und engagierte Eltern erreicht werden“ so Kaltenecker. Vieles würde ohne die Eltern nicht funktionieren“. fh

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