Lampertheim

Verwaltung unter Strom

Uwe Rauschelbach über die Position der Stadt zu Ultranet

Amprion habe „auch von sich aus Verschwenkungen weg vom Hofheimer und Lampertheimer Siedlungskörper thematisiert“. So liest sich die Mitteilungsvorlage der Lampertheimer Verwaltung zur Frage, wie sich die Stadt in einem Gespräch mit dem Netzbetreiber Mitte Februar zum geplanten Ultranet-Ausbau auf Lampertheimer Gemarkung positioniert hat. Diese Vorlage war noch in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses am 26. März aktuell. Nachzulesen im Bürger- und Gremieninfosystem der städtischen Internetseite unter lampertheim.de.

Auch aufgrund dieser Vorlage haben die Kommunalpolitiker das mangelnde Engagement der Verwaltung kritisiert, die Bürger vor möglichen Gesundheitsgefahren – etwa durch Verschwenkungen der Trasse – zu schützen. Und das zu Recht. Was die Stadtverwaltung nun in einer Pressemitteilung über das besagte Gespräch nachlegt, klingt denn auch völlig anders. Nämlich so, als hätte die Verwaltung genau so reagiert, wie von der Politik gefordert. Das hat sie aber – siehe oben – zunächst nicht. Offenbar fügt sich der Bürgermeister nun dem politischen und öffentlichen Druck und ist darum bemüht, die Position der Verwaltung danach auszurichten. Das wirkt opportunistisch, ist unterm Strich aber zu begrüßen.

Denn nun identifiziert sich die Verwaltung mit der Forderung nach einer aktiven Position im Sinne der Bürger. Die Risiken durch eine Stromtrasse können minimiert werden – wenn Politik und Verwaltung gemeinsam daran arbeiten.

 
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