Lampertheim

Unterhaltung Musiker Initiative verwandelt Lampertheimer Schwanensaal in eine italienische Piazza / Zahlreiche Hits gespielt

Viel Emozione, Amore und Nostalgie

Lampertheim.Für einen Abend lag Lampertheim an der Adria. Mit „Bella Italia-Hits von damals bis heute“ gelang der Musiker Initiative eine Hommage an die italienische Musikkultur. Etwas Amore, viel Emozione und ein bisschen Nostalgie verwandelten den Schwanensaal in eine italienische Piazza.

Die „extra aus Palermo angereiste“ Gastsängerin Antonella Dorio erwies sich als Glücksgriff. Ihre ausdrucksstarke Stimme zeigte sich äußerst wandlungsfähig und überzeugte bei Gianna Nanninis „Bello E Impossibile“ ebenso wie beim rockigeren „Cose Della Vita“.

Emotionale Klassiker

In Helmut Wehes Lampertheimer Schale schlummert anscheinend eine südländische Seele, so stilecht verkörperte er die italienischen Vorbilder Eros Ramazzotti oder Adriano Celentano. Mit viel Pathos und Temperament intonierte er „Se Bastasse Una Canzone“, beschwor „Un’ Emozione Per Sempre” und schmachtete bei „Adesso Tu” mit Dorio im Duett. Den emotionalen Klassiker „O Sole Mio“ sang er nahezu a cappella.

Siggi Groß, von Wehe als „Dino der Musikbranche“ angekündigt, übernahm bei Umberto Tozzis „Ti amo“ den Gesangspart, um sich gleich darauf mit „Svalutation“ in fetzige Gitarrenriffs hineinzusteigern. Die warmen Klänge von Christoph Tischmeyers Saxophon passten wunderbar zum Schlager „L’italiano“. Mit viel Gefühl blies er die Querflöte bei Gianna Nanninis „I Maschi“. Da er nach eigenen Angaben „noch am ehesten aussieht wie Al Bano“, durfte er zusammen mit Dorio „Felicità“ anstimmen. Spätestens bei „Azzurro“ gab es kein Halten mehr, sämtliche Besucher klatschten und sangen mit. Soweit es der Platz im ausverkauften Saal zuließ, wurde eifrig getanzt. Selbst die Jüngeren kannten die 50er-Jahre-Ohrwürmer „Ciao, Ciao Bambina“ und „Buona Sera Signorina“.

Aber auch die leisen Töne kamen bei den Zuschauern gut an. Das von Patrick Embach am Keyboard und Matthias Karb am Piano begleitete „Caruso“ ging unter die Haut. Zu Schmuseliedern wie Zuccheros „Diamante“ schwelgten einige in romantischen Urlaubserinnerungen. Das Publikum amüsierte sich bestens als Wehe, Tischmeyer und Groß einen „etwas schwach besetzten“ Trientiner Bergsteigerchor formierten und inbrünstig „La Montanara“ schmetterten. „Bravissimo“ und „Da Capo“ Rufe schallten durch den Raum.

Die stimmungsbedingte Hitze im Saal konnte es leicht mit mediterranen Temperaturen aufnehmen. Ein wenig Kitsch hin oder her – etliche Italo-Hits sind nun mal richtig gute Songs. Besonders wenn die Musiker sie mit so viel Leidenschaft auf die Bühne bringen wie an diesem Abend as

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