Lampertheim

Goetheschule Schulfest unter dem Motto Umweltschutz und Nachhaltigkeit / Festzug macht auf Probleme aufmerksam

Viele kleine Leute und Schritte

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Müll vermeiden oder wieder verwenden, regionaler und fairer einkaufen, gemeinsam Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung stoppen – diese großen Ziele hat sich die Goetheschule zum diesjährigen Schulfest auf die Fahnen geschrieben. Mit vielen Aktionen unter dem Motto „Genug für alle für immer“ machten die Grundschüler auf die Probleme aufmerksam und hatten auch schon einige Lösungen parat. Damit wollte die Schule auch eine Botschaft an alle Eltern senden, dem Beispiel ihrer Kinder zu folgen.

Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit sind keinesfalls einfache Themen, das weiß auch Goetheschulleiterin Margarete Veltman. „Wie geht das an einer Grundschule?“, fragte sie bei der Begrüßung auf dem Schulhof und gab auch gleich die Antwort. „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern“, erinnerte sie an ein afrikanisches Sprichwort, das einst auch einem deutschen Kinderlied als Vorlage diente.

Schule will für Veränderung sorgen

Einer dieser „kleinen Orte“ möchte die Goetheschule sein. Vom Hessischen Kultusministerium bereits als „Umweltschule“ ausgezeichnet, sei sie auch auf dem Weg zur zertifizierten „Schule der Nachhaltigkeit“, wie Veltman erklärte. Die Schule und ihre Schüler traten mit dem Schulfest den Beweis an, dass es für weitreichenden Wandel nicht immer weltpolitischer Entscheidungen, sondern auch vieler, kleinster Veränderungen im Alltag bedarf. „Wir sind Kinder einer Erde, doch was machen wir daraus?“, sangen sie voller Inbrunst und beschlossen: „Wir werden sie verändern. Kommt, wir fangen bei uns an.“

Zuvor hatten die rund 350 Schüler mit dem traditionellen, kunterbunten Festzug auf allerlei Umweltprobleme aufmerksam gemacht. Vom Erst- bis zum Viertklässler waren alle begeistert dabei. Sie flatterten als farbenfrohe Schmetterlinge oder watschelten mit Eisbärmasken verkleidet vom Alfred-Delp-Platz zur Schule. Manche Klassen hatten sich gelbe und blaue Müllsäcke übergestülpt, trugen Zeitungshüte oder trommelten auf alten Plastikbehältern.

Kreative Verkleidung aus Müll

Die kreativen Verkleidungen und Accessoires waren in erster Linie aus vermeintlichem Müll selbstgebastelt. Vorneweg fuhr Schulleiterin Margarete Veltman auf ihrem „Nachhaltigkeits-Rad“: Auf dem Lenker ein Windrad, im Korb vom Eisbär bis zum regionalen Spargel jede Menge symbolischer Utensilien.

Damit das Fest nicht als einmalige Aktion verpufft, haben sich die Schüler der insgesamt 16 Klassen in der vorangegangenen Projektwoche intensiv mit ihren Lehrern um die Themen gekümmert. Die Ergebnisse konnten Eltern und Besucher nach der Begrüßung bei einer Tour quer durch die Schule entdecken. Bei der Klasse 2b machte die Jeans eine Weltreise, andere demonstrierten mit einem klimafreundlichen Frühstück den CO2 Abdruck von Lebensmitteln. Noch besser kannten sich nur die sogenannten „Botschafter für Klimagerechtigkeit“, Levin Thomas, Sarah Saleh und Leonie Diesterweg, aus. Die drei Goetheschüler hatten an einer Akademie von „Plant for the Planet“ teilgenommen und forderten die Besucher auf, sich gegen den Klimawandel einzusetzen.

Die jüngsten Schüler von Lehrerin Nadine Hildenbrand hatten sich in der Sporthalle einen Parcours ausgedacht, bei dem man beispielsweise Bälle mit Plastiktüten auffangen oder mit Kronkorken in Eierkartonagen zielen musste. Ob sie das alles schon verstanden haben? „Es hat Spaß gemacht“, fanden Hannah und Fenou. Und der sollte bei kindgerechter Umwelterziehung ja auch nicht zu kurz kommen.

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